
Automatisierte Nachbuchung war einst möglich
Der Dienst „Unlimited on Demand“ von Aldi Talk wurde nie als echte Flatrate geboten. Stattdessen handelte es sich um eine Zwangsroutine: Sobald das Datenvolumen aufgebraucht war, mussten Nutzer die App öffnen und manuell das Volumen nachbuchen. Dieses Verfahren wurde durch ein Nachbuch-Skript erheblich erleichtert, das den Vorgang automatisch ausführte.
Dieses Skript machte den Prozess der Nachbuchung zu einer semi-unlimitierten Flat für vergleichsweise wenig Geld. Nutzer konnten es automatisieren und so den täglichen Aufwand minimieren. Für viele war das Skript eine elegante Lösung die den Ärger des manuellen Eingriffs ersparte.
Das Skript ist jetzt außer Betrieb
Seit gestern ist Schluss damit. Das Nachbuch-Skript funktioniert bei Nutzern kaum noch. Es öffnet zwar weiterhin die App und liest das aktuelle Volumen aus. Doch das automatische Nachbuchen ist unmöglich geworden. Aldi Talk schränkt diese Funktion drastisch ein und hat die Automatisierung vollständig unterbunden.
Einführung des OTP-Codezwangs macht alles unmöglich
Zunächst wurde eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme eingeführt: Nach dem Klick auf „Nachbuchen“ erscheint nun eine Eingabemaske für einen Einmal-Code. Dieser Code wird per SMS verschickt. Ohne Eingabe dieses Codes kein neues Volumen. Der automatische Austausch des OTP-Codes ist nicht möglich.
Dadurch ist das gewohnte Nachbuch-Skript faktisch abgeschaltet. Es kann nur noch klicken und den Status abfragen. Die automatische Prozedur die es zuvor so bequem machte ist widerlegt. Die Entwickler haben konsequent gegen die Automatisierung vorgegangen.
Unternehmenssicht: eine klare Lösung
Bereits vorher war die Verhinderung der Skriptnutzung ein wiederkehrendes Thema. Mal funktionierte es – mal wieder nicht. Aldi Talk hat nun endgültig einen Riegel vorgeschoben. Auch bei Lidl Connect funktionierte das Nachbuch-Skript eine Weile, allerdings ebenfalls dort wurde die Methode irgendwann zerlegt. Die Entwicklungsgruppen wechselten sich ab – aber am Ende war kein stabiler Weg weiterhin übrig.
Vergleich bei Lidl Connect
Bei Lidl Connect war die Automatisierung anfangs für zwei bis drei Monate möglich. Dann wurde sie ähnlich wie unmöglich gemacht. Der Entwickler des ersten Skripts verschwand eine neue Gruppe sprang ein doch auch dort blieb nur die Frustration. Ohne anhaltende Weiterentwicklung wurde das Tool nutzlos.
Neue Wege? Nein, vorerst keine Lösung in Sicht
Aktuell scheinen nur noch Ausweichstrategien zu bleiben. Es gibt die Idee, auf alten Android-Geräten oder Emulatoren zu arbeiten. Hier könnte man mit Klick-Apps versuchen, den Nachbuchen-Prozess zu automatisieren. Die Herausforderung besteht jedoch darin die App so zu manipulieren, dass sie zuverlässig den Refill-Button erkennt und bestätigt.
Obwohl diese Methoden bislang vielversprechend schienen, sind sie nur eine temporäre Lösung. Die Wahrscheinlichkeit steigt – dass auch Lidl schmerzhaft nachziehen wird. Die OTP-Code-Sperre macht diese Automatisierung künftig nahezu unmöglich.
Als Alternative bleibt nur der tarifliche Weg. Der Freenet FUNK Tarif kostet 20 € monatlich, bietet 50 Mbit/s und lässt sich flexibel kündigen. Zwar ist das Doppelte des vorherigen Preises üblich – doch es bietet den Vorteil, auf den manuellen Nachbuch-Quatsch zu verzichten. Für Nutzer · die eine einfache Lösung ohne Einschränkung bevorzugen · bleibt das eine interessante Option.
Kommentare
: ein Ende der Automatisierung bei Aldi Talk
Kurz gesagt: Die Automatisierung ist bei Aldi Talk vorerst passé. Es fehlt derzeit eine Möglichkeit, den Zwei-Faktor-Authentifizierungscode automatisch zu übertragen. Die Eingabe erfolgt zunehmend manuell und zäh.