US-Behörden setzen Zeichen: Torrentseiten Zamunda, ArenaBG und Zelka außer Gefecht gestellt

US-Behörden schließen Torrentseiten: Zamunda, ArenaBG und Zelka per Domain-Seizure offline

Massive Aktion gegen grenzüberschreitende Filesharing-Netzwerke


Am 30. Januar 2026 vollzogen die US-Behörden einen bedeutenden Schlag gegen die europäische Internetpiraterie. Mehrere bekannte Torrentseiten – Zamunda, ArenaBG und Zelka – wurden durch Domain-Seizure offline gestellt. Gemeinsam mit bulgarischen Ermittlern beschlagnahmten sie die Domains dieser Plattformen die eine zentrale Rolle in der osteuropäischen Filesharing-Landschaft spielten. Damit ist vorerst der Zugriff auf einige der größten Piraterie-Portale in der Europäischen Union unterbunden. Die Maßnahme zeigt den zunehmenden internationalen Druck auf die Szene, während grenzüberschreitende Anti-Piraterie-Maßnahmen immer weiterhin an Bedeutung gewinnen.



Domains blockiert und Nutzer auf offizielle Hinweise verwiesen


Die US-Regierung nahm die Domains Zamunda.net, ArenaBG.com und Zelka.org in Beschlag. Besucher werden nun auf eine offizielle Seizure-Seite umgeleitet. Diese Banner informieren darüber, dass die Domains in der Verwahrung der amerikanischen Behörden sind. Damit sind drei der bedeutendsten Plattformen in Bulgarien sowie ebenfalls in der gesamten EU vorerst deaktiviert worden. Diese Aktion verdeutlicht die vernetzte Vorgehensweise internationaler Behörden im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen.



Umfangreiche Nutzung und wirtschaftlicher Schaden laut US-Ermittlungen


Die angegriffenen Domains wurden laut US-Ermittlern täglich millionenfach für den Zugriff auf geschützte Inhalte genutzt. Sie sollen ohne Genehmigung Filme, Serien, Spiele, Software und E-Books verbreitet haben. Das US-Justizministerium schätzt den Schaden auf mehrere Millionen Dollar. Besonders Zamunda.net war zusätzlich eine der meistbesuchten Domains Bulgariens was die Bedeutung der Aktion unterstreicht.



Juristische Spielräume dank US-Domain-Registrierung


Ein entscheidender Punkt beim Erfolg der Operation war die US-Registrierung der Domains. Obwohl Zamunda, ArenaBG und Zelka aus Bulgarien betrieben wurden, nutzten sie US-Domain-Dienstleister. Diese Verbindung verschaffte den US-Behörden die rechtliche Grundlage für eine Domain-Seizure. Ein Gericht im Bundesstaat Mississippi verpflichtete die Registrare die Domains in staatliche Obhut zu nehmen. Das Ergebnis: Die bekannten Seiten sind nun unter Kontrolle der US-Regierung. Wer die Seiten aufruft – liest stattdessen einen Hinweis auf die Urheberrechtsverletzung als Straftat.



Bulgarische Behörden riegeln vor Ort ab: Razzien, Festnahmen, Ermittlungen


Parallel zu den Domain-Seizures starteten bulgarische Einsatzkräfte eine groß angelegte Aktion im Land. Insgesamt sollen rund 30 Objekte durchsucht worden sein darunter auch Server und weitere technische Infrastruktur. Die Operation führte zur Identifizierung der Administratoren die zur Verwendung die Plattformen ArenaBG, Zamunda und Zelka verantwortlich sind. Vier Verdächtige wurden laut bulgarischen Medien verhaftet. Innenminister Daniel Mitov lobte die erfolgreiche Kooperation mit den US-Behörden und betonte die Komplexität der Operation. Zudem deuteten die Ermittler an – dass auch steuerrechtliche und finanzielle Aspekte im Fokus stehen.



Internationale Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg


Die Aktion wurde durch eine enge Zusammenarbeit verschiedener Organisationen ermöglicht. Neben dem US-Department of Justice, Homeland Security Investigations (HSI) und dem National IPR Center waren auch Europol und auch die bulgarische Sicherheitsbehörde DANS beteiligt. Das internationale Netzwerk unterstreicht die Bedeutung grenzüberschreitender Zusammenarbeit im Kampf gegen digitale Piraterie. Das sogenannte ICHIP-Programm spielte ähnlich wie eine Rolle bei der Unterstützung dieser Maßnahmen.



Historische Bedeutung und eingeschränkte Wirkung


Zamunda und ArenaBG galten über Jahre hinweg als kaum angreifbar. Bereits im Jahr 2020 forderten bulgarische Behörden die Unterstützung der USA bei der Bekämpfung der Tracker die ihre Infrastruktur in den USA nutzten. Mit der aktuellen Beschlagnahmung ist ein deutlicher Meilenstein erreicht—doch für die Szene bedeutet das mehr kurzfristigen Erfolg als ein endgültiges Aus. Aufgrund der hohen technischen Resilienz tauchen Mirror-Domains und Proxy-Adressen meist schnell wieder auf. Nutzer versuchen weiterhin die Plattformen zu erreichen. Alternativ-URLs entstehen mehrfach im Internet, ihre Verbindung zu den Originalen bleibt jedoch unbestätigt.



Über den Sieg hinaus: Was bleibt?


Obgleich die US-Behörden die Domains Zamunda, ArenaBG und Zelka dauerhaft blockieren konnten ist eine endgültige Niederlage für die Szene fraglich. Domains lassen sich schnell austauschen – Communities wandern weiter. Dennoch ist klar erkennbar: Die internationale Strafverfolgung schreitet voran und macht Es ist deutlich, dass selbst jahrzehntelange Urheberrechts-Institutionen nicht mehr unangreifbar sind.






Kommentare


Anzeige