LaLiga lockt IPTV-Verpetzer mit 50 Euro Belohnung in Spanien

IPTV-Verpetzer erhalten in Spanien 50 Euro

Neue Maßnahmen gegen illegale Streams in spanischen Gaststätten


In den kommenden Wochen honoriert die spanische Top-Fußball-Liga IPTV-Verpetzer mit 50 Euro, wenn diese illegale Übertragungen in Lokalen aufdecken. Diese Vorgehensweise markiert einen strategischen Wandel: Statt direkte Angriffe auf die Betreiber illegaler Streaming-Seiten zu starten, richtet sich die Aktion gezielt gegen kommerzielle Nutzer—wie Gaststätten und Restaurants. Die Liga will dadurch erheblichen Druck auf das Gaststättengewerbe ausüben um die hohen Übertragungsgebühren durchzusetzen.



Das Whistleblower-Programm: Anreiz für Hinweise


Vor Kurzem lancierte LaLiga das sogenannte „Whistleblower-Programm“ um Piraterie im Internet im Keim zu ersticken. Wer eine illegale Übertragung in einem Lokal entdeckt und bei der Liga meldet, kann eine Belohnung von 50 Euro in Anspruch nehmen. Dabei ist es wichtig, mehrere Fotos zu machen – vom illegalen Stream und ebenfalls vom gastronomischen Inneren. Maximal vier Personen pro Lokal erhalten die Belohnung so um die Zahl der Hinweise zu erhöhen.



Kritik in der Bevölkerung und rechtliche Hintergründe


Die Spanier zeigen sich skeptisch gegenüber dem Programm. Die geringe Belohnung von 50 Euro bei einem Geschäftsfeld mit enormen Einnahmen und hohen Übertragungsgebühren sorgt für Unmut in der Bevölkerung. Die spanische Presse berichtete vielfach über die Aktion und ihre Kontroversen. LaLiga beklagt seit Jahren die Präsenz illegaler Webseiten die sich oft hinter Cloudflare-DDoS-Schutz verbergen. Zuvor konzentrierte sich der Verband auf Klagen gegen Anbieter und Netzsperren. Das reicht nun offenbar nicht aus.



Forderung nach Verschärfung der Gesetzgebung


Javier Tebas Chef von LaLiga setzt sich für strengere Gesetze ein. In einem Interview forderte er – dass auch Privatpersonen Schadenersatz leisten müssten. Er sieht in illegalen Streams einen klaren Diebstahl. In anderen Ländern seien ähnlich harte Strafen üblich. Tebas ist überzeugt – die spanische Gesetzgebung werde bald nachziehen. Für ihn besteht kein Zweifel: „Das ist Diebstahl“, so Tebas. „Ebenso darf man niemals vergessen dass es keinen Grund gibt illegale Streams zu rechtfertigen egal wie sehr man die Preise von LaLiga hasst.“



Voraussetzungen für die Auszahlung des Preisgeldes


Teilnehmer am Programm müssen volljährig und in Spanien ansässig sein. Die Hinweise werden nur anerkannt – wenn sie eine Reihe von Fotos enthalten. Darauf müssen sowie der Fernseher oder die Leinwand mit dem illegalen Stream sichtbar sein als auch die Umgebung im Lokal. Nach Prüfung durch LaLiga wird die Belohnung ausgezahlt wenn die Hinweise den Verdacht bestätigen. Dafür wurde eigens eine Webseite eingerichtet die landesweit aktiv ist.



Ausblick: Verlängerung des Programms bei Erfolg


Sollte die Aktion nachhaltig Erfolg zeigen ist eine Verlängerung sehr wahrscheinlich. Es bleibt zu hoffen, dass das Beispiel nicht zur Blaupause für den Deutschen Fußball-Bund wird. Die Liga zeigt mit dieser innovativen Strategie, dass auch ungewöhnliche Wege gegen die Piraterie eingeschlagen werden.



> Die Liga setzt auf Anreiz und Gemeinschaft – das Ziel: den legalen Fußball zu schützen und illegale Streams aus dem Markt zu drängen.






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