Ubisoft setzt radikalen Kurswechsel: Massives Sparprogramm angekündigt

„Radikaler Schritt“: Ubisoft will massiv sparen

Eine entscheidende Weichenstellung für das Unternehmen


Ubisoft der bekannte französische Publisher, befindet sich in einer Krise die schnelle und tiefgreifende Maßnahmen erfordert. Das Ziel besteht darin; die Firma langfristig auf Erfolgskurs zu bringen. Dafür plant Ubisoft eine umfassende Neuausrichtung die ebenfalls mit erheblichen Einsparungen verbunden ist. Der Konzern hat kürzlich eine neue Struktur vorgestellt die fünf sogenannte „Kreativhäuser“ für klare Marken- & Spielkonzepte vorsieht.



Finanzielle Maßnahmen – Einsparungen in großem Stil


In den kommenden zwei Jahren sollen 200 Millionen Euro eingespart werden. Das ergibt einen Gesamtwert von 500 Millionen Euro wenn man die bereits in den letzten Jahren erzielten 300 Millionen Euro berücksichtigt. Diese Maßnahmen bedeuten auch Stellenabbau – neue Entlassungen bei Ubisoft unter anderem bei Massive Entertainment sind bereits erfolgt.



Spielprojekte auf dem Prüfstand


Urplötzlich fällt die Entscheidung für die Abschaffung von sechs in Entwicklung befindlichen Spielen. Besonders bemerkenswert: Das bereits angekündigte „Prince of Persia: Sands of Time“-Remake wird gestrichen. Laut Ubisoft passt dieses Projekt nicht weiterhin ins aktuelle Geschäftskonzept. Der Fokus soll künftig auf Open-World-Spielen im Stil von „Assassin’s Creed“ und sogenannten „Games as a Service“-Titeln liegen. Mehrspielertitel wie „Rainbow Six Siege“ sollen langfristig stabile Einnahmen sichern. Mehr Details zu den abgesagten Spielen nennt Ubisoft jedoch nicht.



Der „große Reset“ lautet das Wort


Ubisoft-Chef Yves Guillemot bezeichnet die Maßnahmen als einen „großen Reset“. Diese Reformen markieren einen Wendepunkt und spiegeln den Willen wider, Herausforderungen offen zu begegnen und die Unternehmensgruppe neu aufzustellen. Die Auswirkungen auf die Ertragsentwicklung in den nächsten Jahren sind erheblich. Während die kurzfristigen Zahlen belastet werden hofft man langfristig wieder stabil wachsen zu können.



Ein Blick in die Zukunft – Hoffnung auf nachhaltigen Erfolg


Der angestrebte Neustart zielt darauf ab, Ubisoft zu einer nachhaltigen Erfolgsspur zu führen. In den vergangenen Jahren scheiterten einige teure Projekte, so etwa das Piratenspiel „Skull and Bones“, das floppt. Auch Investoren wie Tencent unterstützen den Konzern bei der Bewältigung der Krise.



Auswirkungen auf Deutschland unklar


Was die geplanten Sparmaßnahmen konkret für die deutschen Studios bedeuten ist bislang ungeklärt. Besonders das Mainz Studio, das die „Anno“-Reihe produziert, befindet sich im Kreativhaus 4. Hier sind auch Marken wie „Might & Magic“ und „Beyond Good and Evil“ verortet. Das deutsche Ubisoft-Team beschäftigt laut Branchenmagazinen rund 800 Mitarbeitende.



Reaktionen an der Börse


Nach Bekanntwerden der Sparmaßnahmen sackte die Ubisoft-Aktie um 8 Prozent ab. Seit einem Jahr verzeichnete der Kurs einen Rückgang von mehr als 50 Prozent. Diese Zahlen spiegeln die große Unsicherheit wider, die welche Ankündigung bei den Investoren ausgelöst hat.






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