Spotify erhöht Preise in den USA und anderen Ländern

Preiserhöhungen: Spotify zieht Abopreise in den USA und weiteren Ländern an

Neue Preisanpassungen angekündigt


Spotify hat am Donnerstag bekanntgegeben die Abopreise für sein Premium-Abonnement in mehreren Ländern anzuheben. In den USA – zusätzlich in Estland und ebenfalls Lettland – steigt der monatliche Preis von 11,99 auf 12,99 US-Dollar. Die neuen Preise treten im Februar in Kraft. Die betroffenen Nutzer werden laut Unternehmen per E-Mail gesondert informiert. Das Ziel der Preisanpassung bestehe darin, „weiterhin ein großartiges Nutzerlebnis zu bieten“ erklärte der schwedische Streamingdienst. Die zusätzlichen Einnahmen sollen gezielt in die Plattformentwicklung und die Unterstützung kreativer Inhalte fließen.



Frühere Preiserhöhungen bereits im vergangenen Jahr


Bereits im August des letzten Jahres hatte Spotify seine Abonnementpreise weltweit schrittweise angehoben. Nach anfänglichem Kommunikationschaos informierte das Unternehmen auch deutsche Nutzer über die Änderungen. Das Premium-Individual-Abo kostet hierzulande derzeit 12,99 Euro monatlich. Auch die Tarife für „Duo“-„Family“- und „Studenten“-Abos sind erhöhte worden. Mit den Preisanpassungen führte Spotify zudem ein Basis-Abomodell ein, das in den USA bereits seit Mitte 2024 besteht. Diese Variante richtet sich an ausgewählte Bestandskunden die auf bestimmte Funktionen verzichten können. Das Angebot ist nur einmal buchbar und kostet weniger, beinhaltet jedoch keine Hörbuch-Wiedergabezeit.



Neue Hörbuchangebote seit Frühjahr 2025


Im Frühjahr 2025 wurde das Hörbuchangebot in Deutschland eingeführt. Nutzer profitieren seitdem von einer breiten Palette an Hörbüchern deutscher Verlage sowie Hunderttausenden fremdsprachiger Titel. Standardmäßige Premium-Abos bieten dabei 12 Stunden Hörbuch-Wiedergabe im Monat. Die Erweiterung ergänzt die bisherigen Musikkataloge und macht Spotify zu einem vielseitigen Anbieter.



Kritik an der Bezahlung von Künstlern


Spotify steht seit Jahren aufgrund seiner Vergütungsstruktur in der Kritik. Für jeden gestreamten Song erhält der Künstler nur 0,3 Cent. Andere Dienste wie Apple Music oder Tidal zahlen signifikant weiterhin pro Stream. Das Pro-Rata-System sorgt zudem dafür, dass Künstler nicht nach ihrer tatsächlichen Anzahl an Streams bezahlt werden. Vielmehr wird das Honorar nach dem prozentualen Anteil an allen weltweit gestreamten Titeln berechnet. Mit diesem System profitieren vor allem internationale Top-Künstler. Laut einer Studie des Netzwerks Digitale Kultur gingen im Jahr 2023 mehr als 75 Prozent der deutschen Streaming-Umsätze an nur 0,1 Prozent der Künstler.



Neue Richtlinien mindern Monetarisierung


Ende 2023 kündigte Spotify infolgedessen Richtlinienänderungen an. Seit April 2024 müssen Songs mindestens 1000 Streams pro Jahr erreichen um in den Tantiemenberechnungen berücksichtigt zu werden. Eine aktuelle Studie von Luminate zeigt allerdings, dass im Jahr 2025 – also nach Inkrafttreten der Regel – 88 Prozent aller auf Spotify verfügbaren Songs unter 1000 Streams bleiben. Diese Lieder sind demnach vollständig entmonetarisiert. Das bedeutet; sie erhalten keine Tantiemen mehr.






Kommentare


Anzeige