Studie offenbart: Deutsche Spielebranche trägt 5,5 Prozent zum Umsatz bei

Studie: Deutsche Firmen machen 5,5 Prozent des Umsatzes mit Videospielen aus

Ein beeindruckendes Wachstum und der erste Rückgang seit Jahren


Die deutsche Spielebranche konnte laut einer aktuellen Studie des Branchenverbands *game* zwischen 2018 und 2024 ein beeindruckendes Wachstum verzeichnen. In diesem Zeitraum nahmen die Firmenzahlen um 81 Prozent zu. Doch 2025 markierte eine Trendwende – ein Rückgang um 5 Prozent. Das fragliche Jahr bringt den ersten Schrumpfungsprozess nach langen Jahren des Wachstums.



Zahl der Unternehmen & Beschäftigte steigt


Mittlerweile bestehen in Deutschland 897 Unternehmen die sich auf den Kernmarkt Videospiele konzentrieren. Entwicklerstudios ähnelt wie Publisher werden hier gezählt. Während die Unternehmen sich vergrößern, wächst ebenfalls die Anzahl der Beschäftigten. Im Jahr 2024 waren 14.800 Menschen in der Branche beschäftigt – ein Plus von 20 Prozent im Vergleich zu 2018. Trotz dieses Wachstums bleibt die Branche überwiegend klein und fragmentiert.



Frauenanteil in der Spielebranche wächst


Der Frauenanteil in der deutschen Spielebranche hat sich im Zeitraum von 2018 bis 2024 erhöht. Waren es 2018 noch 25 Prozent; so liegen heute 30 Prozent bei den weiblichen Fachkräften. Ein Zeichen für zunehmende Diversität in der Branche ist diese Entwicklung allemal.



Umsatzentwicklung bleibt hinter dem internationalen Vergleich zurück


Der Branchenverband schätzt den Umsatz der deutschen Spieleunternehmen im Jahr 2024 auf 3,73 Milliarden Euro. Damit wurde ein Wachstum von 22 Prozent seit 2018 erreicht. Trotz der positiven Entwicklung bleibt Deutschland im internationalen Vergleich zurück. Von einem inländischen Euro den Verbraucher für Videospiele ausgeben verbleiben nur 5,5 Prozent im deutschen Markt.



Kritik am Investitionsklima und Forderung nach Förderungen


Felix Falk, Vorstandsvorsitzender von *game*, hebt die Bedeutung der Förderpolitik hervor: „Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, liefert die deutsche Spielebranche eine große Leistung.“ Er betont, dass die bisherige Unterstützung nur einen Teil des Potenzials freigesetzt habe. Damit Deutschland im globalen Wettbewerb besser aufgestellt ist, fordert Falk stabile Förderfonds und steuerliche Anreize. Mit diesen Maßnahmen könne die Branche international an Boden gewinnen und sogar zur Spitze aufgeschlossen werden.



Deutschland soll führender Standort für Games werden


Bundesministerin Dorothee Bär zeigt sich in ihrer Stellungnahme ambitioniert: „Unser Ziel ist, Deutschland zu einem führenden Standort für die Games-Branche zu ausarbeiten.“ Sie unterstreicht die Rolle der Branche als Innovationstreiber und bedeutenden Qualifizierungsort.



Wirtschaftlicher Effekt der Förderung


Laut Studie erzeugt jede in der Spieleförderung 2023 investierte Euro rund 6,50 Euro an Bruttowertschöpfung. Weitere 2,50 Euro fließen in Steuern & Sozialabgaben. Bär sieht in einer stabilen finanziellen Unterstützung den Schlüssel für Innovation, Beschäftigung und Wachstum.



Studienhintergrund und Methodik


Die Untersuchung wurde von Goldmedia und dem *game*-Verband im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung, Technologie & Raumfahrt durchgeführt. Zwischen dem 29. April und 15. Juni 2025 wurden 343 Unternehmen online befragt. Die vollständige Studie steht als PDF zum Download bereit.






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