
Meta, ehemals Facebook, hatte sich das Metaverse-Projekt als das große Zukunftsunternehmen auf die Fahnen geschrieben. Doch die Realität sieht anders aus. Die Nutzerresonanz blieb hinter den Erwartungen zurück was zu erheblichen Kurskorrekturen führte.
Milliardenverluste und Personalabbau bei Reality Labs
Der Tech-Gigant gibt bekannt. Dass Reality Labs-Team – Kernstück der Metaverse-Strategie mit Schwerpunkt auf Virtual Reality und digitaler Innovation – tiefgreifend umgebaut wird. Über ein internes Schreiben, das von US-Medien entdeckt wurde ist berichtet worden, dass weiterhin als tausend Stellen gestrichen werden. Diese Zahl entspricht etwa zehn Prozent der Belegschaft in diesem Bereich der aus circa 15․000 Mitarbeitern besteht.
Zukunftsausrichtung – weniger VR, mehr Mobilgeräte
Seit 2021 hat Reality Labs über 70 Milliarden Dollar verloren. Das Projekt bleibt hinter den Erwartungen zurück die finanziellen Verluste sind zu groß geworden. Darum ändere die Firma den Kurs. Von nun an wollen die Verantwortlichen vermehrt auf mobile Anwendungen setzen und den Fokus von rein immersiven VR-Erlebnissen abwenden. Laut Andrew Bosworth dem Technikchef richtet Meta den Blick auf Produkte die schneller Erträge generieren. Seine Worte betonen – dass die strategische Ausrichtung auf mobile Endgeräte künftig stärker in den Vordergrund rücke.
KI- und Mobiltechnologien sollen den Kurs bestimmen
Parallel zur Umbauvorgabe plant Meta den Ausbau seiner KI-Brillen-Produktion. Berichten zufolge diskutieren die Verantwortlichen mit dem Partner EssilorLuxottica über eine Verdopplung der Kapazitäten. Das Ziel: In diesem Jahr sollen mehr als 20 Millionen smarte Brillen gefertigt werden. Die Ray-Ban-Modelle gelten dabei als Verkaufsschlager, ebenso wie Mark Zuckerberg bereits betont hatte.
Schließung von VR-Studios und Neuausrichtung beim Gaming
Meta reagiert ähnlich wie auf die veränderte Strategie mit der Schließung von drei VR-Studios: Armature, Sanzaru und Twisted Pixel. Diese hatten an bekannten Spielen wie "Resident Evil 4 VR" oder "Asgard's Wrath" gearbeitet. Fünf weitere Studios werden weiter bestehen bleiben um die Gaming-Sparte weiterhin zu unterstützen. Tamara Sciamanna, Direktorin von Oculus-Studios, versichert, dass Gaming weiterhin ein zentraler Bestandteil des Metaverse-Ökosystems sei. Die zukünftige Zusammenarbeit soll jedoch verstärkt mit externen Entwicklerinnen und Entwicklern erfolgen.
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