Larian Studios verzichtet auf KI-generierte Concept Art bei „Divinity“

Nach Kritik: Larian verzichtet bei „Divinity“ auf Concept Art von KI

Umentscheid nach Kritik aus der Community


Larian Studios möchte keine KI-Kunst in ihrem neuen Spiel „Divinity“ verwenden. Die belgischen Entwickler entschieden sich nach heftiger Kritik der Community dazu • auf generative KI bei der Erstellung von Concept Art zu verzichten • erklärt Studiochef Sven Vincke auf Reddit.



Missverständnisse um den KI-Einsatz


Vincke stellte klar, dass seine vorherigen Aussagen in Bloomberg missverstanden wurden. Er hatte gesagt die Entwickler könnten KI-Tools für PowerPoint-Präsentationen, Concept Art oder Platzhalter-Text nutzen. Nun betont er, dass nie beabsichtigt war, komplett generierte KI-Kunstwerke in „Divinity“ zu integrieren. Diese Unterscheidung möchte man beim Studio deutlich machen. Das Vermeiden von KI bei der Concept Art sorgt für klare Verhältnisse – so gibt es keine Zweifel an der Herkunft der Kunstwerke.



Kritik an KI-gestützter Content-Erstellung in Spielen


Diese Entscheidung ist Teil einer breiteren Diskussion in der Spielebranche. Während die Community oft skeptisch gegenüber KI-Content ist, tauchten in letzter Zeit dennoch KI-generierte Texte und Bilder in Spielen auf. Beispiele sind „The Alters“ und „Anno 117“. Ein Vorfall führte sogar dazu, dass Entwickler von „Clair Obscure: Expedition 33“ zwei Indie Game Awards zurückgeben mussten. Die Teilnahmebedingungen verlangen, dass bei der Entwicklung keine KI-Tools verwendet werden.



Künstliche Intelligenz im Entwicklungsprozess


Obwohl „Divinity“ keine KI für Concept Art nutzt, soll sie dennoch bei anderen Entwicklungs-prozessen helfen. Vincke spricht offen über die Rolle der KI bei der Steigerung der Entwicklungsgeschwindigkeit. Ziel sei es weiterhin Iterationen durchführen zu können um die Qualität zu optimieren & Verschwendung zu verringern.



Einsatz von KI bei Produktion und Animation


Gabriel Bosque Machine Learning Director bei Larian erklärt die konkreten Vorteile. KI könne die Spieleentwicklung beschleunigen. Dabei helfe sie vor allem bei der Produktion von Stimmenaufnahmen und der Erstellung von Animationen für Dialoge ohne Motion-Capture. Bosque betont: Es geht um Effizienz – Kreative könnten sich mehr auf inhaltliche Gestaltung konzentrieren, während KI die technischen Aspekte erleichtere.



Offene Kommunikation und zukünftige Perspektiven


Beim Thema KI bleibt Larian transparent. Das Studio verfolgt einen pragmatischen Ansatz. Seit „Baldur’s Gate 3“ gilt es als Vorbild für Innovation im Spielebereich. Die offene Kommunikation könnte dazu beitragen die Akzeptanz für KI in der Branche zu erhöhen. Wichtig ist dabei; dass kreative Elemente weiterhin von Menschen stammen.



Über das neue „Divinity“-Spiel


„Divinity“ ist ein rollenspielendes Projekt der Larian Studios. Es wurde im Dezember bei den Game Awards vorgestellt – allerdings nur in Form eines Render-Trailers. Das Spiel spielt in der gleichen Welt wie frühere „Divinity“-Spiele in Rivellon. Bisher gibt es keine Gameplay-Szenen noch einen festen Veröffentlichungstermin. Die Fans müssen sich noch gedulden bis weitere Details bekannt werden.






Kommentare


Anzeige