
Das Aus für eine geschätzte Funktion
Microsoft plant, im Februar 2026 die Funktion „An Kindle senden“ in Word zu entfernen. Ohne Vorankündigung verschwindet das praktische Feature das primär Vielschreiber Autoren und Studierende zu schätzen wussten. Tarnkappe.info hat die Hintergründe analysiert und erläutert, warum dieses beliebte Tool abhandenkommt.
Eine Zusammenarbeit mit Ablaufdatum
Im Jahr 2023 rühmten Amazon und Microsoft ihre Kooperation noch als zeitsparenden Fortschritt. Mit einem Klick konnten Nutzer Word-Dokumente unmittelbar an Kindle-Geräte senden. Besonders die Nutzer des Kindle Scribe profitierten vom komfortablen Lesen, handschriftlichen Kommentieren und Weiterverarbeiten der Texte. Doch diese Ära schließt ab in Kürze. Mit der aktualisierten Support-S. bestätigte Microsoft – dass die Funktion ab dem 9. Februar 2026 auf Windows macOS und im Web in Word nicht ergänzend verfügbar sein wird. Danach verschwindet die Option endgültig aus dem Export-Menü.
Zwei Übertragungswege – ein Ziel
Bis zu ihrer Abschaltung bot Word zwei Übertragungsmodi an. Bei der ersten Möglichkeit konnten Dokumente im Kindle-Buch-Format gesendet werden, das auf Anpassungsfähigkeit setzte. Schriftgröße und Layout ließen sich anpassen – ideal für längere Texte. Alternativ bestand die Option, das Original-Word-Dokument zu verschicken. Dieses Verfahren bewahrte die Seitenstruktur und war bei komplexen Layouts oder Korrekturen hilfreich. Die Konvertierung erfolgte automatisch im Hintergrund ohne sichtbare Zwischenschritte.
Gründe für das Abschluss
Offizielle Begründungen fehlen. Developer GoodEReader vermutet jedoch geringe Nutzung als Hauptgrund. Die Funktion blieb kaum bekannt, wurde wenig beworben und war an ein Microsoft-365-Abonnement gebunden. Microsoft hätte dieses Feature möglicherweise als zusätzlichen Anreiz für das Abo nutzen können. Doch die interne Nutzung entschied anders. Das Send-to-Kindle-Feature selbst bleibt vorhanden sein, nur die Word-Eingliederung verschwindet – eine Entscheidung die allein Microsoft getroffen hat.
Besonders betroffen: Kindle-Scribe-Nutzer
Der Wegfall trifft den Kindle Scribe speziell hart. Amazon beworb die Word-Integration als Alleinstellungsmerkmal für das E-Ink-Tablet. Damit konnten Nutzer handschriftliche Notizen direkt auf Word-Dokumenten erstellen ohne Umwege. Dieser nahtlose Workflow war für produktives Arbeiten ein Pluspunkt. Zukünftig müssen Dokumente manuell hochgeladen werden was den Arbeitsprozess erschwert und weniger bequem macht.
Alternativen und verbleibende Möglichkeiten
Word-Dokumente verschwinden nicht ganz aus dem Kindle-Ökosystem. Bereits übertragene Dateien verbleiben in der Bibliothek bekommen – inkl․ aller Notizen. Für neue Dokumente stehen jedoch Alternativen bereit. Nutzer können DOC- und DOCX-Dateien noch immer über den offiziellen Amazon-Webdienst hochladen oder ihre Dateien per Email an die persönliche Kindle-Adresse sendet. Diese Optionen sind jedoch offensichtlich umständlicher und bieten nicht den bisherigen Komfort.
Ein kurzer Einblick in die Digitalwelt
Der Entschluss zeigt wie schnell selbst nützliche Funktionen verschwinden können. Kooperationen zwischen Tech-Giganten stehen unter ständigem Druck – Effizienz und Nutzungszahlen entscheiden. Für die begeisterte Zielgruppe bedeutet dies einen Rückschritt. Zwar war „An Kindle senden“ kein Massen-, aber ein echtes Mehrwert-Feature für viele engagierte Anwender.
Kommentare