Verbot von Maker-Hardware in New York sorgt für Aufsehen

Raspberry Pi Verbot: Maker-Hardware wie Pi & Flipper Zero auf New Yorker Verbotsliste

Unerwartete Verbotsliste bei Bürgermeister-Inauguration


Bei der Amtseinführung des neuen Bürgermeisters von New York, Zohran Mamdani, kam es zu einer überraschenden Maßnahme: Maker-Hardware wie Raspberry Pi und Flipper Zero wurden explizit verboten. Außer den üblichen Verdächtigen wie Waffen, Drohnen und Sprengstoff standen diese Geräte auf der Verbotsliste. Die Hersteller und Technikexperten zeigen sich verwundert über diese Entscheidung, da bislang keine nachvollziehbare Begründung für das Verbot vorliegt.



Maker-Hardware wird in Zusammenhang mit Gefahr gebracht


Die Liste der verbotenen Gegenstände enthält bekannte Kategorien wie Feuerwerk, Glasflaschen oder Laserpointer. Ungewöhnlich ist jedoch, dass konkrete Produkte wie Raspberry Pi und Flipper Zero namentlich erwähnt werden – ohne Erläuterung warum. Maker-Hardware umfasst programmierbare Elektronik-Bausteine wie Einplatinencomputer und Mikrocontroller die in Bildung, Kunst, Forschung und Journalismus zum Einsatz kommen. Diese Geräte gelten als vielfältiges Werkzeug mit positiven Einsatzmöglichkeiten.



Raspberry Pi: Ein Vorbild in Bildung und Forschung


Der Raspberry Pi ist ein Millionenseller und fest etabliert im Bildungsbereich. Er dient als Grundlage für zahlreiche Open-Source-Projekte. Das pauschale Verbot erscheint deshalb unverhältnismäßig. Für viele gilt das Gerät als Symbol für Innovation und kreative Technik. Das Verbot lässt Zweifel am Ziel der Sicherheitsmaßnahme aufkommen.



Flipper Zero: Mehr als nur Hacker-Hardware


Der Flipper Zero ist ein komplexeres Gerät. Es kann Funkprotokolle analysieren RFID- und NFC-Tags emulieren. Es wird von Sicherheitsforschern – ebenfalls noch von Kriminellen – genutzt. Berichtet wurde über problematische Einsätze etwa beim Autodiebstahl oder durch modifizierte Firmware für Penetrationstests. Das Problem liegt jedoch weniger im Gerät selbst · allerdings in der Software und den unsicheren Systemen · die es ausnutzen. Das Verbot unterscheidet nicht zwischen Flipper Zero und Raspberry Pi. Beide Geräte gelten jedoch als „Hacker-Hardware“ was die Kritiker als zu pauschal bezeichnen.



Unsinnige Regulierung technischer Geräte


Kritiker bemängeln die technische Inkonsistenz des Raspberry-Pi-Verbots. Während Tablets, Laptops und Smartphones erlaubt sind – Geräte mit vergleichbaren oder sogar größeren technischen Fähigkeiten – wird der Raspberry Pi pauschal ausgeschlossen. Diese Regelung betrifft vor allem Bastler und kreative Nutzer und hat wenig mit tatsächlicher Sicherheitsgefahr zu tun.



Sicherheitsdebatte oder bloßes Symbolstück?


Experten sprechen vom sogenannten „Security Theater“. Gemeint sind Regeln die vorgeben Sicherheit zu schaffen aber in Wirklichkeit nur beruhigen. Das Raspberry-Pi-Verbot stoppt keine motivierten Angreifer. Es schafft nur Unsicherheit beim Publikum und Personal. Gleichzeitig vermittelt es das Gefühl der Kontrolle ohne wirksame Sicherheitsmaßnahmen. Die fehlende Transparenz bei der Umsetzung und die mangelnde Kommunikation mit der Öffentlichkeit verstärken den Eindruck willkürlicher Regulierung.



Nachfragen blieben unbeantwortet


Mehrere IT-Publikationen, darunter Adafruit und BleepingComputer, suchten Erklärungen von den Verantwortlichen. Ihr Wunsch: Warum Markenprodukte statt funktionale Kategorien? Welche konkrete Gefahr geht vom Raspberry Pi aus? Wurde bei der Entscheidung Künstliche Intelligenz eingesetzt? Bislang blieb jede Reaktion aus. Das Schweigen verstärkt den Eindruck – dass das Verbot auf keiner fundierten Risikoanalyse beruht.



Präzedenzfall mit langfristigen Folgen


Adafruit wies darauf hin, dass heute Raspberry Pi und Flipper Zero betroffen sind – morgen könnten Geräte wie ESP32-Boards, Arduino, SDR-Dongles oder Hacker-Badges folgen. Sobald offene Technik pauschal kriminalisiert wird entsteht ein gefährlicher Präzedenzfall. Bildung – Forschung und kreative Technikarbeit könnten langfristig behindert werden.






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: Klare Regeln statt Symbolpolitik
Sicherheit bei politischen Großveranstaltungen ist essenziell. Sie braucht jedoch nachvollziehbare Kriterien – fachliche Kompetenz und transparente Kommunikation. Verbotsschilder · die Marken & Geräte ohne klare Begründung ins Visier nehmen · helfen kaum weiter. Stattdessen besteht die Gefahr; technisches Interesse zu ersticken und Innovationen zu hemmen.


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