Windows 11: Aktuelle Updates verursachen VPN-Probleme

Windows 11: Jüngste Updates können VPN-Verbindungen stören

Das Unternehmen weist Windows 11-Benutzer auf Schwierigkeiten hin die nach den jüngsten Sicherheits- und Wartungsupdates auftreten können. Nutzer mit hoher Abhängigkeit von sicheren Netzwerken sollten erwägen, einige Updates zurückzuhalten.



Besonders betroffen: Windows Subsystem für Linux (WSL)


Microsoft erläutert, dass bestimmte Windows-Updates zu Problemen mit Netzwerkverbindungen innerhalb des WSL führen können. Diese Schwierigkeiten zeigen sich primär bei Unternehmens-VPNs. Das betrifft insbesondere Systeme, auf denen das optionale Windows-Update KB5067036 vom 28. Oktober 2025 oder neuere Versionen installiert wurden. Das kumulative Update KB5072033, welches während des letzten Patch Tuesday veröffentlicht wurde, fällt gleichermaßen darunter.



Verbindungsabbrüche und Fehlermeldungen im Linux-Subsystem


Bei aktivierter WSL im "Mirrored Mode Networking" treten oft Abbrüche auf, wenn zur selben Zeit VPN-Software aktiv ist. Dieser spezielle Netzwerkmodus wurde 2018 eingeführt um die Kooperation von WSL und VPNs zu optimieren. Er bietet Funktionen wie IPv6-Unterstützung, Multicast-Fähigkeit und ermöglicht den Zugriff aus dem lokalen Netzwerk heraus. Nun führt akkurat diese Erweiterung zu Schwierigkeiten. Nutzer berichten von Fehlermeldungen wie "No route to host" in ihrer Linux-Umgebung. Während der Windows-Host problemlos auf die Zieladressen zugreift, sind innerhalb von WSL die Netzwerkpfade blockiert.



Ursachenforschung und betroffene Software


Die Grund liegt nach Angaben von Microsoft bei der virtuellen Schnittstelle der VPN-Tools. Besonders betroffen sind OpenVPN und gängige Unternehmenslösungen wie der Cisco Secure Client, ehemals unter dem Namen Cisco AnyConnect bekannt. Das Problem besteht darin, dass die virtuellen Netzwerkschnittstellen der VPN-Software auf ARP-Anfragen nicht richtig reagieren. Diese Anfragen dienen dazu, IP-Adressen durch die Hardware-Adressen zu ersetzen, eine wichtige Voraussetzung für stabilen Netzwerkbetrieb.



Auswirkungen exklusiv auf spezielle Nutzergruppen


Microsoft betont, dass private Anwender – zum Exempel mit Windows Home oder Pro – voraussichtlich nicht betroffen sind. Das Problem betrifft hauptsächlich den Zugriff auf interne Unternehmensressourcen über VPN-Verbindungen. Auch Szenarien wie DirectAccess sind betroffen. Das Unternehmen sucht intensiv nach einer Lösung, konnte bislang jedoch keinen fixfertigen Zeitplan oder eine alternative Übergangslösung anbieten. Weitere Details und Updates sollen veröffentlicht werden sobald neue Erkenntnisse vorliegen.






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