Preiserhöhungen bei RTL+ – Hunger auf mehr Abonnenten bleibt ungestillt

Preiserhöhung bei RTL+: „Menschen sparen eher beim Restaurant oder beim Outfit“

Steigende Preise für RTL+ im neuen Jahr


RTL plant eine Erhöhung der Abonnementpreise für seinen Streamingdienst im Januar. Das kündigte Henning Nieslony der Chef des Streaming-Bereichs, gegenüber dem Handelsblatt an. Demnach nutzen derzeit 6,6 Millionen Menschen den Dienst RTL+. Zukünftig sollen die Kosten steigen – Ziel ist es das Angebot weiter auszubauen so Nieslony.



Preisstrukturen im Überblick


Der Einstiegstarif bekannt als Basis bleibt bei einem monatlichen Preis von 6 Euro. Gerade dieser Tarif beinhaltet Werbung – allerdings fehlen Sportangebote und die Download-Optionen. Die nächste Stufe der Premium-Account, steigt von 9 auf 10 Euro. Hier sind Sport & Downloads enthalten gleichwohl muss man trotzdem Werbung in Kauf nehmen.



Neue werbefreie Tarifalternativen


Ab Januar lässt sich der Tarif „Premium werbefrei“ für 13 Euro monatlich buchen. Er stellt die bisherige „Max“-Option damit fast vollständig ab. Dabei enthält dieser Tarif kein Musikstreaming. Wer den vollen Zugriff auf das RTL-Programm inklusive Deezer-Musikausstrahlung möchte, zahlt künftig 15 Euro. Das entspricht einer Erhöhung um 2 Euro im Vergleich zum bisherigen Max-Tarif.



Kontinuität trotz Preiserhöhungen


Trotz der gestiegenen Preise peilt RTL an die Zahl der Abonnenten weiter zu erhöhen. Ziel ist es, bis Ende 2026 auf 8 Millionen zahlende Nutzer zu kommen– eine Million weiterhin als zum jetzigen Zeitpunkt. Nieslony hebt hervor, dass das Angebot äußerlich erweitert wurde und der Preisanpassung von der Konkurrenz beeinflusst ist. Der Einstiegstarif positioniert RTL nach wie vor als einen der günstigsten Streamingdienste auf dem Markt.



Erwartungen an das Konsumverhalten der Deutschen


Nicht unmittelbar die Preise sollen den Konsum beeinflussen. Nieslony glaubt vielmehr, dass Deutsche tendenziell bei Restaurantbesuchen oder beim Outfit sparsamer werden – nicht bei ihrer gemütlichen Streamingzeit auf der Couch. Für ihn ist klar: Das Entertainment zuhause bleibt attraktiv und lohnenswert.



Wirtschaftliche Entwicklung bei RTL


Nicht nur die Preisanpassung ist Thema, allerdings ebenfalls personelle Veränderungen bei RTL. In der vergangenen Woche hat das Unternehmen circa 600 Stellen gestrichen – das sind etwa 10 Prozent der Beschäftigten. Dieser Schritt unterstreicht die strategische Neuausrichtung und Einsparungen in der Organisation.






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