
Schnell gerät der Zugriff in die Schranken
NordVPN greift derzeit bei Rapidgator an und blockiert diesen Sharehoster teilweise. Nicht alle Server scheinen betroffen zu sein was in Reddit-Foren diskutiert wird. Nutzer berichten, dass bei der Wahl falscher Server die Fehlermeldung "error" erscheint. Diese lautet häufig: "Denied by IP" oder "success false". Es deute darauf hin, dass NordVPN die IP-Adressen von Rapidgator gezielt sperrt. Ein Nutzer, welcher sich statt in den USA in Großbritannien verbindet, konnte den Transfer erfolgreich durchführen. Diese Erkenntnis stammt aus einem Reddit-Thread.
Unterschiede bei den Servern: Überwachung oder Zufall?
Die Blockade betrifft offenbar nur ausgewählte Server. Das lässt vermuten, dass NordVPN einzelne IP-Adressen absichtlich blockiert. Bei der Nutzung verschiedener Server ist die Chance groß, wieder Zugriff zu erlangen was die Vermutung unterstützt. Bei Nutzern im deutschsprachigen Raum wiederholen sich ähnliche Erfahrungen, berichtet das Forum myGully. Einige sprechen davon, dass sie nur nicht häufig die IP in kurzen Abständen wechseln möchten, da sie Angst vor Account-Sperren haben. Trotz der Ausführungen in den Nutzungsbedingungen von Rapidgator die häufige IP-Wechsel als missbräuchlich einstufen bleibt unklar ebenso wie oft der Wechsel erlaubt ist. Es wird keine konkrete Grenze genannt.
Support-Probleme – vielfältige Lösungsansätze
Das Support-Center von NordVPN präsentiert zahlreiche Vorschläge zur Lösung. Nutzer werden angewiesen, das VPN zu pausieren, den Serverstandort zu wechseln, DNS-Leaks zu testen oder das Antivirenprogramm zu überprüfen. Zudem empfehlen die Anbieter, den Browser-Cache zu löschen oder einen anderen Browser zu nutzen. Die letzte Option: die Bedrohungsschutz-Funktionen der Apps testweise deaktivieren. Die Vielzahl der Tipps lässt kaum Langeweile aufkommen.
Droht ein dauerhaftes Problem?
Wenn die Sperre bestehen bleibt, könnte dies gravierende Folgen haben. Besonders für Premium-Nutzer wäre das eine unangenehme Entwicklung. Eine Presseanfrage wurde an Nord Security den Betreiber von NordVPN versendet. Über eine Antwort wird derzeit noch gewartet. Sollten wir eine Stellungnahme erhalten – folgt ein Update.
Politisch oder technisch – ein fragwürdiges Vorgehen?
Bereitet die gezielte Sperrung von Seiten die häufig Urheberrechtsverletzungen begehen, den Betreibern von NordVPN Schwierigkeiten? Es scheint ungewöhnlich, dass ein VPN-Dienst Webseiten blockiert, ohne rechtlich dazu verpflichtet zu sein. Es bleibt die Frage – ob das nur ein vorübergehendes technisches Problem ist oder ob hier eine strategische Entscheidung hinter steckt.
Blick in die Zukunft
Falls die Blockade anhalten sollte könnten Nutzer von myGully und anderen Seiten überlegen ob sie ihre Verträge bei NordVPN verlängern. Das Thema sorgt für Diskussionsstoff und könnte die Beziehung zwischen VPN-Anbietern und Nutzern auf eine harte Probe stellen.
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