
Die Entwickler von TML-Studios und der Publisher Aerosoft sind über die illegale Verbreitung des Spiels „Tourist Bus Simulator“ alles andere als erfreut. Das Windows-Spiel wird weiterhin von Denuvo einem bekannten Kopierschutz geschützt. Aktuell ist es auf Steam für 17⸴97 Euro erhältlich. Der Verkaufsstart fand bereits am 6. Dezember 2018 statt.
Skidrow und die Herausforderung
Die Release-Gruppe Skidrow sieht sich selbst als Herausforderer der bisherigen Cracking-Gruppe Empress. In ihrem NFO berichten sie, dass sie die Herausforderung angenommen haben die von Goblin – möglicherweise ein Hinweis auf Empress oder Voksi – gestellt wurde. Diese Herausforderung bezog sich darauf, den Denuvo-Kopierschutz vollständig von einem Spiel zu entfernen, das nicht auf der Unity-Spiele-Engine basiert. Bei dieser Angelegenheit mussten sie an 100 Stellen die Virtualisierung von Denuvo entfernen und an 2․102 Stellen in den Quellcode eingreifen um den „Tourist Bus Simulator“ lauffähig zu machen.
Das Team fordert nun Empress auf, es ihnen genauso viel mit zu tun. Es steht klar fest – Crackfixes ebenso wie sie bei Empress häufig zu finden sind sind unzulässig. Der erste Crack müsse von Beginn an perfekt funktionieren. Am Ende ihrer NFO geben sie den Technikern von Irdeto – der Muttergesellschaft von Denuvo – schalkhaft einige Coding-Tipps. Sicher ist: Diese Übermittlung ist nicht ernst gemeint.
Denuvos Entwicklung und Herausforderungen
Denuvo hat sich seit der Veröffentlichung von „Tourist Bus Simulator“ stark verändert. Es könnte verlockend sein – den Erfolg von Skidrow zu feiern. Trotzdem ist es wichtig zu bedenken: Das Spiel bereits sieben Jahre alt ist. Skidrow könnte in der Lage sein – ähnliche alte Spiele zu knacken. In den letzten Jahren hat sich jedoch der Anti-Tamper-Schutz von Denuvo weiterentwickelt. Das angesammelte Wissen wird bei aktuellen Spielen kaum helfen. Stattdessen ist es notwendig das Rad neu zu erfinden um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden.
Inhalt und Rezensionen
Der „Tourist Bus Simulator“ hebt sich von der Konkurrenz ab. Spieler übernehmen das Management eines Busunternehmens auf der Ferieninsel Fuerteventura. Fahrzeugführer – Reiseleiter und Mechaniker sind dabei anzuheuern. Eine angemessene Bezahlung und attraktive Freizeitmöglichkeiten sichern die Mitarbeitermotivation.
Der Manager besitzt ein Büro und kann in Immobilien investieren um diese zu gestalten. Zudem geht es darum die Umgebung zu erkunden Frachtcontainer zu suchen und Rätsel zu lösen die maximalen Gewinn versprechen. Jedoch sind die Spielrezensionen gemischt. Fußgänger erscheinen hölzern und agieren wenig realistisch. Manche Objekte werden erst aus der Nähe sichtbar was die Navigation erschwert. Auch die Busauswahl bleibt begrenzt. Spieler finden lediglich einen Bus in verschiedenen Varianten vor.
Dennoch – vielen Spielern dürfte es egal sein. Sie möchten den „Tourist Bus Simulator“ einfach ausprobieren und treten dazu regelmäßig ihre Downloadlimits auf Plattformen wie ddl.to oder Rapidgator aus.
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