
Spotify kündigt ein Upgrade für seine kostenlose Version an. Der Marktführer im Musikstreaming reagiert damit auf die Forderungen der Nutzer und ebenfalls den zunehmenden Konkurrenzdruck. Abonnenten können nun Funktionen nutzen die zuvor nur Premium-Kunden vorbehalten waren. Dies könnte der Schlüssel zur Attraktivitätssteigerung des Dienstes sein.
Neue Funktionen für Free-User
Mit dem Spotify Free Upgrade können Nutzer erstmals gezielt Songs auswählen und abspielen. Die frühere Beschränkung auf Zufallswiedergabe gehört der Vergangenheit an. Auch das Teilen von Musik erhält eine Verbesserung. Nutzer können nun geteilte Songs direkt auf ihrem Smartphone anhören wo dies zuvor nur über Desktop, Tablet oder im Browser möglich war.
Allerdings bleibt die Freemium-Version nicht ohne Limits. Eine tägliche Höchstgrenze für direkt ausgewählte Titel wird eingeführt. Auch das Überspringen von Songs in Playlists ist weiterhin eingeschränkt. Diese Maßnahmen sollen die Balance zwischen der Free- und Premium-Version wahren.
Wettbewerb und Strategie
Spotify verfolgt mit dem Upgrade eine strategische Doppelzielen. Einerseits bleibt die werbefinanzierte Free-Version für viele User attraktiv. Andererseits wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Nutzer später auf kostenpflichtige Abonnements umsteigen. Für Spotify ist die Zeit für ein kostenloses Upgrade optimal. ReVanced und andere modifizierte Apps die Premium-Funktionen kostenlos anbieten, setzen dem Unternehmen ähnlich wie zu.
ReVanced plant Rückkehr
Der Entwickler ReVanced ist ebenfalls aktiv. Der Quellcode könnte bald wieder auf GitHub verfügbar sein möglicherweise unterstützt durch juristischen Druck. Die Entfernung des Spotify-Patches erfolgte aufgrund einer DMCA-Takedown-Notice. Nur der Patch für die Spotify-Freemium-Version ist betroffen. Andere Modifikationen wie YouTube Vanced bleiben vorerst unberührt.
Das ReVanced-Team erwägt einen Antrag für eine sogenannte „Counter-Notice“ um die Wiederherstellung des entfernten Patches zu beantragen. Das könnte weitreichende Konsequenzen haben. Der Rechtsstreit könnte vor einem US-Gericht landen. Unterstützung könnte der Developer Defense Fund von GitHub bieten.
Spotify Lossless Audio für Premium-Kunden
Spotify plant nicht nur ein Upgrade für die kostenlose Version. Ab Oktober wird das Unternehmen Premium-Kunden zusätzlich dazu Funktionen bieten. Der Streamingdienst führt Lossless-Audio mit 24 Bit/44,1 kHz ein. In etwa 50 Ländern wird dieses Feature verfügbar sein, darunter auch Deutschland – und das ohne Aufpreis.
Günstige Spotify-Accounts
Für jene die nach günstigen Spotify-Accounts suchen, gibt es einige Alternativen zur noch funktionsfähigen Free-Version. Es gibt leider keine Möglichkeit – einen bestehenden deutschen Account kostengünstig aufzubuchen. Ausländische Accounts könnten jedoch eine Option sein. Dies könnte jedoch auch das Risiko eines Account-Bans mit sich bringen.
Kinguin bietet besonders günstige neue Accounts für etwas über 18 Euro für 12 Monate an. Alternativ sind auch bei G2A und Stacksocial Accounts erhältlich – jedoch zu höheren Preisen. Spotify Premium kostet regulär 110 Euro für 12 Monate. Die Kosten im Einzelabo belaufen sich auf 12⸴99 Euro pro Monat was auf das Jahr gerechnet 155⸴88 Euro ergibt.
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