Black Network gehackt: Krypton übernimmt Betrugs-Forum

Black Network gehackt: Krypton übernahm Betrugs-Forum

Krypton der Gründer des Fraud-Forums Crimestate, meldete am Donnerstag eine sensationelle Übernahme. Mit seinem Team gelang es ihm, das Betrugs-Forum Black Network zu hacken. Alle Seiten des Forums leiten nun zu einem Thread bei cstate.to weiter. Damit ist das Black Network verloren gegangen – ein weiteres Betrugsforum weniger im Netz.



Umfassende Kontrolle über die gesamte Infrastruktur


Krypton behauptet, dass er "die gesamte Infrastruktur" von Black Network erlangte. Dazu zählen Webserver – Datenbanken und die Verwaltung der Domain und ebenfalls von Cloudflare. Auch die privaten E-Mail-Postfächer des Betreibers bekannt unter den Namen Emre oder Guevara wurden nicht verschont. Der Hack führte zur Feststellung – dass zahlreiche User durch Emre in die Irre geführt wurden.



In den letzten Jahren gab es viele Berichte betroffener Nutzer. Diese verloren Geld für Käufe – die sie nie erhalten haben. Die betroffenen Einkäufe bezogen sich jedoch ausschließlich auf illegale Waren. Aus diesem Grund hielt sich das Mitgefühl vieler Betroffener in Grenzen. Es bleibt abzuwarten – ebenso wie diese Situation weiter verläuft.



Umleitung der Anfragen und Erpressung


Die Domain von Black Network leitet nun alle Anfragen an cstate.to weiter. Die Informationen aus dem Hack wurden nicht an die Strafverfolgungsbehörden übergeben. Stattdessen entschied man sich für eine „totale Bereinigung“, obwohl dabei alle Daten aufbewahrt wurden. Laut Krypton wird Emre mit den erlangten Informationen erpresst. Ziel ist es Emre daran zu hindern sein Forum jemals wieder zu eröffnen.



Ein Besondereheit des Hacks sind die entwendeten IP-Adressen, private Nachrichten und Anschriften für Hausdrops. Diese sind meist leerstehende oder angemietete Wohnungen die zur Verwendung den Empfang illegaler Waren genutzt werden.



Bedeutung der Informationen für die Polizei


Die Inhalte der privaten Nachrichten und die Anschriften könnten für die Polizei von großem Interesse sein. Vor allem – um weitere Straftaten aufzuklären. Krypton berichtete, dass Emre dem Crimestate-Admin über Jabber mitteilte, sich aus persönlichen Gründen vorerst vom Fraud-Bereich zurückziehen zu wollen. Ein Comeback scheint nicht in Planung zu sein.



Hintergründe zum Betreiber Emre


Der im Fraud-Bereich bekannte Emre tauchte auch in anderen Foren wie Crime Network und CrimeMarket, mehrmals unter. Das Pseudonym ist in der Szene berüchtigt. Die Dritte versuchen möglicherweise – seine wahre Identität zu verschleiern. Krypton habe vor drei Jahren ein Interview mit Emre und seinem Team führen dürfen. Emres Unmut über die Berichterstattung fiel deutlich aus.



Konflikte im Zusammenhang mit dem Black Network


Nach der Veröffentlichung des Interviews kam es zu einem heftigen Konflikt. Die Betreiber des Black Network wehrten sich gegen Kritik und forderten Zensur von Nutzerkommentaren. Als dies abgelehnt wurde, kam es zu DDoS-Attacken auf das Forum. Eine Drohung mit einem Sondereinsatzkommando war der letzte Versuch des Black Networks, Einfluss zu nehmen. Doch die Situation beruhigte sich schließlich – auch bei einem Treffen in Bergisch Gladbach.






Kommentare

: Sicherheitslage im Fraud-Sektor bleibt angespannt
Mit dem Hack ist das Kapitel Black Network geschlossen. Doch die Sicherheitslage im Clear- und Deepweb bleibt fragil. Niemand ist vor Betrügern gefeit – nicht einmal bei Crimestate. Der Wunsch · dass die Daten anonym an die Polizei übermittelt worden wären · bleibt bestehen. Doch wie die Situation zeigt, könnte jede neue Spur im deutschen Fraud-Sektor weitere Risiken bergen.


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