
Das neu veröffentlichte „Playstation VR2 Toolkit“ bringt aufregende Neuigkeiten für VR-Enthusiasten. Es bietet PC-Unterstützung für Eye-Tracking, 10-Bit-Farbtiefe und adaptive Trigger. Zudem verbessert das Toolkit die Tracking-Vorhersage der PS VR2 Sense Controller. Besonders in actionreicheren Spielen wie „Beat Saber“ könnte dies einen entscheidenden Vorteil bringen.
Kosten-Nutzen-Verhältnis
Das Toolkit optimiert die Playstation VR2 erheblich. Im Vergleich zu anderen PC-Headsets die oft über 1000 Euro kosten ist die PlayStation VR2 mit PC-Adapter bereits für unter 500 Euro zu haben. Diese kostengünstige Alternative kann viele Gamer ansprechen.
Der Haken bei der Unterstützung
Allerdings gibt es einen Nachteil. Um Eye-Tracking und adaptive Trigger in SteamVR-Apps zu nutzen, müssen Entwickler proprietäre Schnittstellen implementieren. Derzeit wird Eye-Tracking bereits in der beliebten Metaverse-App VRChat unterstützt. Nutzer sollten beachten, dass neben der Treiber-Mod ebenfalls eine separate Datei benötigt wird.
Zukünftige Entwicklungen angekündigt
Ein dreiköpfiges Entwicklerteam arbeitet weiter an der Verbesserung des Toolkits. Der leitende Entwickler „whatdahooper“ äußerte Pläne zur Implementierung hochwertigerer haptischer Effekte für die Sense-Controller. Außerdem wird die Unterstützung von OpenXR-basiertem Eye-Tracking angestrebt. Diese neuen Features könnten in Zukunft dynamisches Foveated Rendering für PC-VR-Spiele ermöglichen – wie etwa im Microsoft Flight Simulator 2024.
Komplikationen und aktuelle Probleme
Das Toolkit basiert auf Sonys offiziellen SteamVR-Treibern. Die Installation erfordert eine Umbenennung einer DLL-Datei die dann durch die DLL-Version des Toolkits ersetzt wird. Dennoch sollte beachtet werden, dass die 10-Bit-Farbtiefe auf neueren AMD-GPUs aufgrund eines Problems bei AMD nicht funktioniert. Diese Thematik liegt außerhalb des Einflussbereichs der Toolkit-Entwickler.
Verfügbare Features & Einschränkungen
Seit Anfang August 2024 ist die Playstation VR2 SteamVR-kompatibel. Um eine Verbindung zum PC herzustellen, sind einige besondere Erfordernisse nötig – darunter ein offizieller PC-Adapter die Playstation-VR2-App auf Steam, ein DisplayPort-1.4-Kabel und gegebenenfalls ein Bluetooth-Adapter.
Obwohl das Toolkit einige PS5-Features für den PC freischaltet, fehlen noch immer essentielle Funktionen. Dazu gehören Eye-Tracking, HDR, adaptive Trigger und Headset-Haptik. Das Toolkit selbst bietet keinen HDR-Support wie auf der PS5. Die benötigte Leuchtdichte ist über die PC-Anbindung nicht verfügbar, da es an entsprechender Treiberunterstützung von SteamVR fehlt.
Die Zukunft der Playstation VR2 auf dem PC scheint vielversprechend, obwohl es noch einige Hürden zu überwinden gilt.
Kommentare