Humanoide Roboter im Wettbewerb in China

Sprinten, servieren, stolpern: Humanoide Roboter kämpfen um Medaillen in China

Eröffnung der World Humanoid Robot Games


In Peking haben die 2025 World Humanoid Robot Games begonnen. Drei Tage lang versammeln sich 280 Teams aus 16 Ländern. Sie treten in 21 verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Dabei messen sich humanoide Roboter in bekannten Sportarten und in industrienahen Anwendungen. Zu den Wettbewerben zählen verschiedene Laufdisziplinen, Fußball, Kampfsport und sogar Gymnastik. Auch Materialhandling & Sortieraufgaben sind Teil des Events, das sich in Hotelszenarien erstreckt.



Ziel des Wettbewerbs


So berichtet die staatliche Medienorganisation Xinhua, das Event soll die neuesten Fortschritte humanoider Roboter hervorheben. Intelligente Entscheidungsfindung und ebenfalls kollaborative Bewegung stehen im Fokus. Die Teilnehmer stammen aus unterschiedlichen Bereichen. Zwei Drittel der Teams sind universitätsbasiert, ein Drittel kommt aus Robotik-Unternehmen. Die Teams vertreten nicht nur asiatische Länder allerdings auch Deutschland Japan und die USA.



Deutsche Teams am Start


Unter den Teilnehmern sind Teams aus Deutschland. So nehmen Vertreter der Hochschule Offenburg und der HTWK Leipzig teil. Max Polter, Mitglied des Robotik-Fußballteams der HTWK erklärt, dass sie kommen um zu gewinnen und gleichzeitig an der Forschung interessiert zu sein.



Bewegungen im Kampfsport


Auf YouTube sind längere Aufnahmen der Wettbewerbe verfügbar. Die Videos bieten Einblicke in die Leistungen der humanoiden Roboter. Einige Modelle zeigen noch unbeholfene Bewegungen. Besonders im Fußball sind die Roboter oft nicht so elegant. Manch einer mag die menschlichen Vorbilder nicht erreichen. Kurze Stürze sorgen für Erheiterung im Publikum. So kämpft ein Roboter um einen Ball ins Tor zu schießen und landet dabei nach dem erfolgreichen Schuss ungünstig im Netz.



Laufroboter beeindruckt


Besonders im 1500-Meter-Lauf sticht ein humanoider Roboter hervor. Der chinesische Entwickler Unitree meldet die Goldmedaille mit einer Zeit von 6 Minuten und 34 Sekunden gewonnen zu haben. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 13,7 Kilometer pro Stunde. Ein Vergleich: Jüngere männliche Sportler benötigen für das goldene Sportabzeichen eine Geschwindigkeit von 13,5 km/h - jedoch über eine Distanz von 3000 Metern.



Informationen zu den Regelungen


Die offizielle Event-Website bietet zudem wenig Informationen über Teilnehmer oder Bildmaterial. Ein Download des umfassenden Regelwerks ist in englischer Sprache möglich. Darin wird erläutert ebenso wie Gewinnchancen in den Disziplinen ausgeglichen werden. Sowohl autonome sowie ferngesteuerte Roboter sind erlaubt. Autonome Roboter erhalten einen Gewichtungs-Faktor um die Chancen auszugleichen. Dies betrifft vor allem die Lauf-Disziplinen. Unitree betont » dass die Zeit von ihrem Goldlauf die ungewichtete « reale Zeit darstellt.






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