
Elon Musks Department of Government Efficiency - allgemein bekannt als Doge - will an sensible Steuerdaten von Millionen US-Bürgern gelangen. Dieser Vorstoß wirft Fragen zum Datenschutz auf. Experten gleichermaßen Politiker zeigen sich alarmiert und empört.
Pläne zur Datensammlung
Das frisch ins Leben gerufene Doge sorgt für großes Aufsehen. Die Organisation hat sich das Ziel gesetzt die Effizienz der US-Behörden zu erhöhen. Der Zugang zum geschützten System der Internal Revenue Service (IRS) ist ein zentraler Punkt dieser Initiative. Dieses System umfasst detaillierte Finanzinformationen. Jeder Steuerzahler, jedes Unternehmen, jede gemeinnützige Organisation in den Vereinigten Staaten ist betroffen.
Im Mittelpunkt der Erörterung steht das Integrated Data Retrieval System (IDRS). Es ermöglicht den Mitarbeitern des IRS den Zugriff auf Steuerkonten. Hochsensible Daten sind im IDRS gespeichert. Dazu zählen persönliche Identifikationsnummern Bankdaten und sogar Transaktionsdaten. Der Softwareingenieur Gavin Kliger soll laut Informationen der Washington Post für 120 Tage an die IRS entsandt werden. Seine Hauptaufgabe ist die Unterstützung in der Softwareentwicklung und Beratung zur IT-Modernisierung.
Bis derzeit ließ der amtierende IRS-Kommissar Doug O'Donnell die entsprechende Abmachung ausstehen. Der Zugang für Kliger wurde noch nicht gewährt. Doge argues – der Zugang zu diesen Daten sei erforderlich. Er soll dabei helfen, Verschwendung, Betrug und Missbrauch aufzudecken.
Widerstand und Kritik
Die Pläne von Doge stoßen auf erheblichen Widerstand. Experten betonen – dass solchen politischen Ernennungen kein Zugang zu persönlichen Steuerdaten gewährt werden sollte. Nina Olson - ehemalige nationale Steueranwältin - äußert Bedenken. Auch aus dem Kongress kommt Kritik. Demokratische Senatoren wie Ron, Wyden und Elizabeth Warren schreiben einen Brief an den IRS-Kommissar. Sie äußern ernsthafte Bedenken zu einem möglichen Missbrauch privater Steuerdaten.
Die Senatoren fordern detaillierte Informationen zu den Zugriffsmöglichkeiten für Doge-Mitarbeiter. Sie warnen davor, dass der Zugang möglicherweise gegen Bundesgesetze zum Schutz der Privatsphäre verstoßen könnte.
Auf der anderen S. verteidigt die Trump-Administration das Plan. Ein Regierungsvertreter betont die Notwendigkeit des Zugriffs. Doge-Mitarbeiter sollten daher "Verschwendung, Betrug und Missbrauch beseitigen und die Leistung der Regierung optimieren". Das Weiße Haus argumentiert: Die direkten Systemzugriffe unverzichtbar sind um Probleme zu identifizieren und zu beheben.
IRS unter Druck
Für das US-Finanzamt ist der Zeitpunkt kritisch. Entlassungen - angeordnet durch Trump - stehen an. Schätzungsweise 10․000 Mitarbeiter in der Probezeit könnten betroffen sein. Gleichzeitig naht die jährliche Steuererklärungssaison. Rund 150 Millionen Steuerzahler müssen bis zum 15. April ihre Unterlagen einreichen.
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