
Die Deutsche Telekom hat eine polnische Serie namens „Murderesses“ aus ihrem Streaming-Angebot entfernt. Dies berichtet das Medienmagazin DWDL und sorgt für Aufregung.
Probleme mit der Synchronisation
Die Serie verwendete KI-generierte Stimmen für die deutsche Synchronisation. Diese Technik erwies sich jedoch als problematisch. Zuschauer bemerkten eine schlechte und monotone Synchronisation der Polizei-Serie. Im Abspann wurde das israelische KI-Unternehmen Deepdub als Verantwortlicher genannt.
Entscheidung der Telekom
Nach einer Anfrage von DWDL reagierte die Deutsche Telekom schnell. Am Montag wurde die Serie aus dem Angebot entfernt - dies geschah „zum Zweck der Qualitätskontrolle & Klärung“. Die Telekom entschloss sich letztendlich dazu die Serie nur im polnischen Original mit deutschen Untertiteln anzubieten.
Viaplay und seine Rolle
Viaplay, ein schwedisches Medienunternehmen, vermarktet seine Produkte in Skandinavien und ebenfalls in Polen, Großbritannien und den USA. In Deutschland tritt Viaplay nicht direkt auf. Die Serien werden über MagentaTV und den Viaplay-Kanal bei Prime Video angeboten. Unklar bleibt, warum die Telekom die mangelhafte KI-Synchronisation nicht eher bemerkt hat.
KI in der Medienproduktion
KI-generierte Stimmen sind nicht nur bei günstig produzierten Videos auf YouTube weit verbreitet. Auch große Medienunternehmen experimentieren damit. RTL nutzte KI um die Stimme des verstorbenen Hans Clarin für die Neuauflage von „Pumuckl“ nachzustellen. Hierbei wurden Aufnahmen von Clarin verwendet und in die Stimme umgewandelt. Im Gegensatz zu Deepdub kommen die Stimmen dort jedoch nicht vollständig aus der Maschine.
Insgesamt zeigt der Vorfall, dass die Nutzung von KI in der Medienbranche sowie Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt.
Kommentare