
Warnung der CISA
Die US-amerikanische IT-Sicherheitsbehörde CISA macht auf gefährliche Angriffe aufmerksam. Diese richten sich gegen eine Schwachstelle in Microsofts Sharepoint-Server. Betroffene IT-Verantwortliche sollten dringend handeln und die bereitgestellten Updates installieren.
Sicherheitslücke CVE-2024-38094
In einer Mitteilung erklärt die CISA, dass sie die Sicherheitslücke mit der Kennung CVE-2024-38094 im Katalog der bekannten Schwachstellen vermerkt hat. Nähere Details zu den Angriffen oder dem Umfang der Bedrohung bleiben jedoch ungenannt. Die Behörde gibt keine Informationen darüber preis, ebenso wie IT-Verantwortliche derartige Angriffe erkennen können.
Details zur Sharepoint-Schwachstelle
Die Sicherheitslücke bei Sharepoint ist nicht präzise beschrieben. Microsoft bezeichnet sie als "Deserialisierung nicht vertrauenswürdiger Daten". Authentifizierte Angreifer mit Site-Owner-Berechtigung haben die Möglichkeit, beliebigen Code in die Serverumgebung einzuschleusen. Dieser Code wird dann im Kontext des Sharepoint-Servers ausgeführt. Microsoft stuft dieses Leck mit einem CVSS-Wert von 7.2 als hochriskant ein. Die Einschätzung lautet, dass ein Missbrauch sehr wahrscheinlich ist.
Betroffene Systeme
Die Schwachstelle betrifft mehrere Versionen von Microsoft Sharepoint. Dazu gehören die Sharepoint Server Subscription Edition der Sharepoint Server 2019 und der Enterprise Server 2016. Konkrete Versionen die anfällig sind, listet der CVE-Eintrag auf. Der Enterprise Server 2016 ist anfällig von Version 16.0.0 bis zur Fassung 16.0.5456.1000. Der Sharepoint Server 2019 ist ähnlich wie von 16.0.0 bis vor Version 16.0.10412.20001 betroffen. Die Subscription Edition ist im gleichen Zeitraum von 16.0.0 bis vor 16.0.17328.20424 gefährdet. Die letzten verfügbaren Updates schließen diese Lücken.
Microsoft reagiert
Microsoft stellte im Juli 2024 Updates bereit um die Schwachstelle in Sharepoint zu beheben. Diese wurden anlässlich des Patchdays verteilt. Zusätzlich wurden bei demselben Anlass Sicherheitslücken in Hyper-V unter Windows 11 und Server 2022 geschlossen. IT-Verantwortliche werden aufgefordert diese Updates umgehend zu installieren um potenzielle Angriffe zu verhindern.
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