Penguin Random House setzt klare Grenzen: KI-Textverwertung ausgeschlossen

Penguin Random House schließt KI-Textverwertung aus

Der große Verlag Penguin Random House (PRH) integriert nunmehr eine spezielle Klausel in die Copyright-Seiten seiner Publikationen. Diese Maßnahme zielt darauf ab die geistigen Eigentumsrechte seiner Autoren vor der Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) zu schützen.



Neuer Hinweis auf Copyright-Seiten


Laut einem exklusiven Report von The Bookseller werden alle neuen Bücher gleichermaßen Nachdrucke der Backlist-Überschrift in der Zukunft mit einem offensichtlichen Hinweis versehen. In dieser Klausel wird festgelegt, dass „kein Teil dieses Buches zum Trainieren von Technologien oder Systemen künstlicher Intelligenz in irgendeiner Weise nutzt oder reproduziert werden darf.“ Diese Entscheidung markiert einen proaktiven Schritt von PRH und stellt verständlich, dass Werke des Verlags nicht als Trainingsdaten für KI-Modelle genutzt werden dürfen.



Schutz vor unerlaubtem Data-Mining


Zusätzlich zum Verbot der KI-Nutzung betont PRH in der Klausel, dass ihre Werke explizit von Text- und Data-Mining ausgeschlossen sind. Diese Sicherheit soll den Autoren vor unzulässiger Datennutzung schützen. Die Initiative des Verlags steht im Einklang mit einer neuen Norm des Europäischen Parlaments. Diese Richtlinie behandelt spezifische Ausnahmen und Eigentumsrechte rund um Text- und Data-Mining. Dabei handelt es sich um das Durchsuchen großer Datenmengen – wie etwa literarische Werke – mit dem Ziel, nützliche Informationen zu extrahieren.



Branchenumfeld: Uneinigkeit über KI-Nutzung


PRH hebt sich bewusst von anderen großen Verlagen ab. In einer Stellungnahme im August hat der Verlag festgestellt, dass sie das geistige Eigentum ihrer Autoren und Künstler entschieden verteidigen. Dennoch gibt es innerhalb der Branche unterschiedliche Meinungen zum Thema KI. Wissenschaftsverlage wie Taylor & Francis, Wiley und Oxford University Press haben zum Exempel ihre Zustimmung gegeben, ihre Werke an KI-Unternehmen zu lizenzieren.



Umfangreiche Kritik kam ebenfalls von der New York Times die vor Kurzem eine Unterlassungsaufforderung an das KI-Beginn-up Perplexity verschickte. In dieser Aufforderung wurde verlangt die Artikel der Zeitung nicht ergänzend als Datenbasis für die Generierung von Antworten in ihrem KI-Modell zu nutzen.



Überrepräsentation von Penguin Random House in KI-Anwendungen


Laut einem weiteren Bericht von 24books.de wären Werke von Penguin Random House speziell oft in existierenden KI-Softwareanwendungen zu finden. Eine Untersuchung in der Books3-Datenbank die Metas LLaMA und OpenAIs ChatGPT als Grundlage dient, hat dieses Phänomen bestätigt.



Peter Schoppert, Geschäftsführer von NUS Press, führte eine Analyse durch und durchsuchte etwa 72․000 englischsprachige E-Books. Dies geschah gleichermaßen nach Autorenname ebenso nach Verlagsname und ISBN. Das Resultat dieser Analyse zeigte: Die Penguin Publishing Group mit 6․866 E-Book-Titeln an erster Stelle steht, gefolgt von Harper Collins mit ungefähr 5․800 Titeln. Random House Publishing belegte mit ungefähr 3․400 E-Books den dritten Platz.



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Diese Maßnahmen von Penguin Random House können als Vorreiter in der Verlagsbranche gedeutet werden. Sie zeigen, dass es möglich ist rechtliche Grenzen zu ziehen um die Interessen der Autoren zu wahren.






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