IPTV-Piraterie bekämpfen: Cloudflare und IPTV-Kunden unter Druck setzen

IPTV-Piraterie bekämpfen: Cloudflare und IPTV-Kunden unter Druck setzen

Illegales Streaming ist längst kein Kavaliersdelikt ergänzend. IPTV-Piraterie entwickelt sich zu einer ernsthaften Bedrohung für die Medienbranche. Besonders betroffen sind Sportübertragungen. Der Streaming-Anbieter DAZN schlägt derzeit Alarm und fordert ein härteres Vorgehen gegen Kunden illegaler IPTV-Anbieter. Auch Cloudflare gerät zunehmend ins Visier. Die Medienindustrie bewegt sich auf gefährlichem Terrain - was wird die Zukunft bringen?



Die wachsende Bedrohung durch Piraterie


Romano Righetti, Director of External Affairs bei DAZN sprach diese Woche vor einem Ausschuss des italienischen Senats. Seine Botschaft war verständlich: IPTV-Piraterie zu bekämpfen muss endlich oberste Priorität bekommen. Denn die bisherigen Schritte gegen IPTV-Piraten und deren Kunden reichen nicht aus. Er sieht speziell kritisch die Rolle von US-Firmen wie Cloudflare.



Italien hat zwar mit dem Piracy Shield schon Maßnahmen ergriffen, jedoch laut Righetti ist das System häufig wirkungslos. Die IPTV-Piraterie findet immer neue Schlupflöcher. Die Piraten nutzen ausgeklügelte Dienste ihre Aktivitäten zu verschleiern. Warum ist der Kampf gegen illegale Streams fast auszichstlos? Das bleibt die ausschlaggebende Frage.



Ohne Cloudflare unmittelbar zu nennen


Righetti kritisierte die Rolle solcher Dienste - sie böten Raubkopierern technische Möglichkeiten ihre Aktionen zu tarnen. DAZN fordert nunmehr diese Unternehmen stärker in die Pflicht zu nehmen. Cloudflare und ähnliche Anbieter sollen sich aktiv am Kampf gegen Piraterie beteiligen.



IPTV-Piraterie bekämpfen - Nutzer illegaler Streams im Fadenkreuz


Die Zahlen sind ernüchternd. Laut einer Studie der Anti-Piraterie-Gruppe FAPAV verliert die italienische Serie A jährlich rund 285 Millionen Euro durch illegale Streams. Ein enormer Schaden schmerzt extrem die Fußballindustrie.



Eine der radikaleren Forderungen von DAZN fordert folglich die strafrechtliche Verfolgung von IPTV-Kunden. Er hofft auf eine baldige Einigung zwischen AGCOM Guardia di Finanza und Staatsanwaltschaft. Righetti meint dies sei ein entscheidender Schritt. Ziel: Nutzer illegaler Streams abzuschrecken. Damit gab er ein offensichtliches Signal - dies berichtete TorrentFreak in einem aktuellen Artikel.



Globale Kooperation wesentlich


DAZN äußert sich klar: Der Kampf gegen IPTV-Piraterie kann nur global gewonnen werden. Nur so lassen sich Schlupflöcher schließen und Piratennetzwerke zerschlagen.



Schärfere Maßnahmen in Sicht?


Die Forderungen von DAZN sind deutlich: härtere Gesetze, mehr Druck auf Unternehmen wie Cloudflare und die Verfolgung von Nutzern illegaler Streams. Ob diese Maßnahmen umgesetzt werden - bleibt abzuwarten. Klar ist: Die Debatte um IPTV-Piraterie wird sich weiter verschärfen.



Der Vorstoß von DAZN könnte ein Wendepunkt sein. Denn sollten die Forderungen faktisch umgesetzt werden könnte sich die Landschaft des digitalen Medienkonsums fundamental verändern. Nutzer illegaler Streams sehen mutmaßlich in Kürze unruhigen Zeiten entgegen. Die Branche hofft auf einen Durchbruch im Kampf gegen die Piraterie. Doch der Weg dorthin bleibt steinig.






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