Evil Twin: Betreiber von Betrügerischen WLAN-Zugangspunkten Angeklagt

Evil Twin: Betreiber von betrügerischen WLAN-Zugriffspunkten angeklagt

Verhaftung und Anklage


Die australische Bundespolizei hat kürzlich einen 42-jährigen Mann aus Westaustralien festgenommen und angeklagt. Ihm werden Evil Twin-WLAN-Angriffe auf Passagiere bei Inlandsflügen und an Flughäfen in Perth, Melbourne und Adelaide vorgeworfen. Michael C. soll persönliche Daten seiner ahnungslosen Opfer gestohlen haben. Er muss sich nun wegen Cyberkriminalität in neun Fällen verantworten - eine schwere Anschuldigung.



Was ist ein Evil Twin?


Mit einem Evil Twin ist ein betrügerischer WLAN-Zugangspunkt gemeint der legitim wirkt - aber dazu dient, drahtlose Kommunikation abzuhören. Ein solcher Scam ist das WLAN-Equivalent zu Phishing-Betrug. Es werden persönliche Daten von Nutzern abgegriffen die sich irrtümlich mit dem Betrüger-Netzwerk verbinden. Eine perfide Masche – die gefährliche Folgen haben kann.



Der Tathergang


Die australische Polizei teilt mit. Dass Michael C. an Flughäfen und Flügen Evil Twin-Zugangspunkte eingerichtet hatte. Diese imitierten legitime Netzwerke – um persönliche Daten ahnungsloser Opfer abzuschöpfen. Es scheinen sichere Verbindungen zu sein - sind es aber nicht. Eine Fluggesellschaft bemerkte das verdächtige Netzwerk - dies führte zur Meldung an die Behörden. Diese Ermittlungen begannen im April 2024 örtlich in Perth.



Durchsuchungen und Beweismittel


Am 19. April 2024 durchsuchten AFP-Beamte das Gepäck des Mannes - er kam zurück aus einem anderen Bundesstaat nach Perth. Ein tragbares drahtloses Zugangsgerät – Laptop und Mobiltelefon wurden beschlagnahmt. Die weiteren Untersuchungen führten am 8. Mai zur Durchsuchung seiner Wohnung und letztlich zu seiner Verhaftung und Anklage.



Funktionsweise des Betrugs


Laut AFP landeten die Opfer beim Versuch sich zur Verbindung der Geräte mit den kostenlosen WiFi-Netzwerken auf gefälschten Websites. Dort mussten sie sich mit E-Mail- oder Social-Media-Konten anmelden. Diese Anmeldedaten befanden sich dann auf den beschlagnahmten Geräten von Michael C wider. Mit diesen Daten hätten weitere persönliche Informationen abgegriffen werden können - einschließlich Kommunikation und Bankdaten.



Ausmaß der Attacke


Cybercrime-Ermittler identifizierten Betrug an Flughäfen in Perth, Melbourne und Adelaide - ebenfalls während Inlandsflügen. Michael C.’s frühere Arbeitsstelle steht auch im Zusammenhang. Detektive fanden umfangreiche Nutzung der betrügerischen WiFi-Websites.



Sicherheitshinweise der Polizei


Doktor Andrea Coleman von der AFP fordert erhöhte Vorsicht beim Einloggen in öffentliche WiFi-Netzwerke. Man solle vermeiden, persönliche Daten wie E-Mail einzutippen. Die Nutzung gilt als riskant - VPNs zu verwenden sind ratsam. Persönliche Transporte bei Reisen deaktivieren - WiFi auf Mobilgeräten ausschalten - um versehentliche Verbindungen zu vermeiden.



Vorsichtsmaßnahmen für Online-Sicherheit


Die Polizei rät:
  • Passwörter durch Passphrasen ersetzen,
  • Unterschiedliche Passphrasen verwenden,
  • Online-Passwortmanager nutzen,
  • Software-Updates regelmäßig ausführen.

Allen die sich mit WiFi-Netzwerken an Flughäfen und Inlandsflügen verbunden haben - Passwörter ändern - verdächtige Aktivitäten an Report Cyber melden.






Kommentare

Dieser Fall ist eine Mahnung, weiterhin auf Online-Sicherheit zu achten - besonders in öffentlich zugänglichen Netzwerken. Die Bedrohung im Netz ist real und allgegenwärtig. Personen sollten sicherstellen sie sorgfältig auf ihre Verbindungen achtet. Sehen Sie sich diesen Fall als Anlass zur Überprüfung eigener Schutzmechanismen an – bevor es zu spät ist.


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