Studie Enthüllt Abonnementmüdigkeit in Deutschland

Studie verzeichnet Abonnementmüdigkeit bei deutschen Kunden

Einführung


Ein Gefühl des Überdrusses breitet sich unter deutschen Abonnementnutzern aus. Dies zeigt eine aktuelle Studie vom britischen Marketingunternehmen und Zahlungsdienstleister Bango. Die Untersuchung verdeutlicht, dass deutsche Bürger im Schnitt 57 Euro monatlich für Streaming-Dienste ausgeben was auf das Jahr gerechnet 684 Euro bedeutet.



Anstieg der Abo-Dienste & Folgen


Pro Kopf entfallen laut der Studie durchschnittlich 3,3 Abonnements. Jedoch wird die starke Zunahme an Kanälen die Einleitung von Werbung und die Beschränkung der Passwortweitergabe als Ursache für eine gewisse Abonnementmüdigkeit identifiziert.



Einfluss des Sport-Sommers 2024


Kurzfristig könnten die Abonnements noch weiter zunehmen - bedingt durch sportliche Großereignisse. Im Jahr 2024 rechnen 22 Prozentsatz der Befragten, sich ein neues Abonnement zulegen um die Fußball-Europameisterschaft zu verfolgen und 20 Prozent interessieren sich für die Olympischen Spiele. Formel 1 (18 Prozent) die Tour de France & Wimbledon (jeweils 16 Prozent) stehen gleichermaßen steigert im Kurs. Diese Erhöhungen werden jedoch als vorübergehende Effekte eingestuft.



Gründe für die Kündigungswelle


Erhebliche Anteile der Abonnements werden zu dieser Zeit aufgrund von Preiserhöhungen (30 Prozent) oder der Einführung von Werbung (24 Prozent) aufgegeben. Besonders beunruhigend sind die Zahlen, wonach 53 Prozent der Abonnenten sich die Dienste die sie gerne hätten, nicht ergänzend leisten können und 32 Prozent die Überblick über ihre Abonnement-Kosten verloren haben.



Wunsch nach All-in-One-Abonnementplattformen


Die Studie ergab ebenfalls, dass mehr als die Hälfte der Befragten sich eine All-in-One-Abonnementplattform wünscht, über die sie alle ihre Abonnements maßgeblich verwalten können. Solche Plattformen sollen mehrere Erwartungen erfüllen:


  • Zahlungsdaten zentral aktualisieren (31 Prozent)
  • Abonnements vorübergehend unterbrechen (45 Prozent)
  • Abonnementdauer flexibel anpassen (34 Prozent)
  • Zwischen Premium- und werbefinanzierten Angeboten ändern (22 Prozent)
  • Beste Angebote & Preise zentral kalkulieren (32 Prozent)

Präferenzen und Vorteile für Anbieter


Knapp 46 Prozent den Vorzug geben Telekommunikationsanbieter für diese All-in-One-Plattformen, gefolgt von Breitband-Anbietern (36 Prozent) und TV-, Satelliten- oder Kabelanbietern (17 Prozent). Aus Sicht der Dienstebetreiber besitzen solche Angebote großen Vorteil wie erhöhtes Treueverhalten und gesteigerte Zahlungsbereitschaft bei den Verbrauchern:


  • 38 Prozent würden eine höhere Rechnung akzeptieren, wenn beliebte Abonnements enthalten sind.
  • 35 Prozent wären bereit 25 Prozent oder mehr für die Mobilfunkrechnung zu zahlen vorausgesetzt Abonnements inkl. wären.
  • 54 Prozent würden treuer einer Marke gegenüberstehen die All-in-One-Dienste anbietet.
  • 39 Prozent würden den derzeitigen Anbieter wechseln, sollten diese Dienste anderswo verfügbar sein.

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Fazit


Die von Bango in Auftrag gegebene Studie – basierend auf der Befragung von 5.000 Abonnenten in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien & UK (jeweils 1.000 Teilnehmer pro Land) – bietet eine sofortige Handlungsgrundlage für Anbieter und zeigt Anpassungsbedarf an die Bedürfnisse der Kunden auf.



(nij)






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