
Napster betritt die Bühne
Im Juni 1999 trat Napster ins Rampenlicht – die Auswirkungen ahnte kaum einer. Durch die Filesharing-Software konnten Musikdateien kostenlos getauscht werden– verbraucherfreundlich. Einerseits kauften die Leute jährlich Millionen CDs; andererseits bedeutete Napster einen potenziellen Einbruch der Verkäufe.
Vieles verdankt Napster seinen Gründern, Shawn Fanning und Sean Parker. Die beiden trafen sich im Studentenwohnheim der Northeastern University. Dort entwickelten sie die bahnbrechende Peer-to-Peer-Software (P2P). Immer weiterhin Nutzer kamen – um Musik kostenfrei zu teilen.
Die Revolution der Musikwelt
Mit Napsters MP3 lädt man Lieder runter deren CDs schwer erhältlich sind oft sogar vor Veröffentlichung. Ein Heim-PC reichte aus und schon hatte man Zugang zu Millionen von Liedern. Laut Wikipedia hatte Napster in seinen besten Tagen „ungefähr 80 Millionen registrierte Benutzer“.
Rechtsstreit und Napsters Niedergang
Die Band Metallica hörte ihr neues Lied „I Disappear“ aus Radios – Napster war die Quelle. Am 13. April 2000 klagten sie Napster an. Im Mai tat sich Rapper Dr. Dre ihnen gleich. Trotz Aufforderungen entfernte Napster Dr. Dres Werke nicht und landete vor Gericht.
Auch Madonnas Single „Music“ erschien vorzeitig auf Napster. Bis März 2001 endeten beide Klagen in einem Vergleich. Nicht nur Negative Assoziationen zog Napster an sich– sondern ebenfalls positive Resonanzen.
Ein Ende und ein neuer Anfang
Repräsentant der Musikbranche die Recording Industry Association of America (RIAA), reichte Klage wegen Urheberrechtsverletzungen ein. Ein Gericht stellte den Dienst 2001 per einstweiliger Verfügung ein. Doch die Marke überlebte und inspiriert bis heute.
Bereits 1998 bereitete das Gesetz Digital Millennium Copyright Act (DMCA) den Weg, Urheberrechte zu schützen. Dabei stellte es die Umgehung von Digital Rights Management (DRM) unter Strafe.
Zukunftsweisend für Streaming
Das lud dann dazu ein, Napster inspirierte heutige Streaming-Dienste für Medien. Coachte Schultern gigantischer Nachfolger– sie kamen. Dezentrale P2P-Systeme wie Gnutella oder BitTorrent traten in Napster's Fußstapfen.
Professor Ken Pohlmann von der Universität von Miami erklärte dies anschaulich: „Napster war ein Wegbereiter für digitale Downloads und Musikstreamings – von Amazon Music hin zu Streaming-Giganten wie Spotify und Tidal.“ Die Innovation ebnete dabei auch den Pfad für Video-Streaming-Dienste wie Netflix.
Obwohl Napster ein Albtraum für die Musikindustrie war – es war beschreibend für die Musikindustrie und ihrer Zukunft.
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