
Betreiber als "Pharoah" bekannt
Rui-Siang Lin, berühmt unter dem Pseudonym "Pharoah," betrieb den Incognito Market - einen Dark-Web-Marktplatz für illegale Drogen im Wert von über 100 Millionen Dollar. Kürzlich nahm man ihn am John-F.-Kennedy-Flughafen in New York fest. Den Behörden präsentierte man Lin ebenfalls Pharoah oder faro genannt vor dem Bundesgericht in Manhattan.
Ein Schlag gegen Drogenhändler im Darknet
US-Generalstaatsanwalt Merrick B. Garland erklärte via Pressemitteilung: „Drogenhändler die glauben, sie könnten im Dark Web außerhalb des Gesetzes operieren, liegen falsch.“ Ruisiang Lin war – so Merrick – der Architekt des 100-Millionen-Dollar-Plans namens Incognito, tödliche Drogen weltweit zu schmuggeln. Der längste Arm des Gesetzes reicht nun auch ins Dark Web. „Wir werden all jene vor Gericht bringen die ihre Verbrechen dort verstecken möchten.“
Mehr als nur ein Online-Drogenmarktplatz
Der Incognito Market, ein bedeutender Dark-Web-Onlineshop für Betäubungsmittel, existierte seit Oktober 2020. Innerhalb dieser Zeitspanne erzielte der Shop Einnahmen von über 100 Millionen Dollar, insb․ durch den Verkauf von Kokain und Methamphetaminen in hunderten von Kilogramm. Fast jeden konnte der Marktplatz mit Internetzugang und einem Tor-Browser erreichen.
Unter dem Pseudonym „Pharoah“ war Rui-Siang Lin - als führende Kraft - für sämtliche Operationen des Marktes verantwortlich. Er entschied maßgeblich über alle Aspekte des Multimillionen-Dollar-Geschäfts. Nach Schließung z.B: erpresste Lin ehemalige Nutzer und Vendoren des Marktes mit drohender Veröffentlichung ihrer Daten für Lösegeldzahlungen.
US-Staatsanwalt: Dark Web ist kein sicherer Hafen
Damian Williams erklärte im Namen der Staatsanwaltschaft für den südlichen Bezirk New York: „Das sogenannte ‚Dark Web‘ ist kein sicherer Hafen für Gesetzesbrecher.“ Selbst der Verkauf von tollem Fentanyl störte besonders die Behörden.
FBI und Moderne Technologie
James Smith, stellvertretender FBI-Direktor New York, erklärte: „Lins angebliche Operation bot den weltweiten Kauf von tödlichen Drogen und betrügerischen Medikamenten unter dem Versprechen der Anonymität an.“ Die Fahnder zielten insbesondere auf Kriminelle mit Dark-Web-Verbindungen ab.
Spur der Kryptowährungen im Fokus
Special Agent Ivan J. Arvelo, HSI New York, sagte: “Die Habgier und Rücksichtslosigkeit des Angeklagten unterstrichen seinen Erpressungsversuch in den letzten Tagen der Plattform.“ Er betonte die HSI-Taskforce wendete modernste Techniken an um selbst tech-affine Kriminelle zu verfolgen. Zusammen mit Partnern setze man sich weiterhin entschlossen zum Schutz der Öffentlichkeit ein.
Ein Ende mit einem Kuriosum
Die Pressemitteilung verriet auch. Dass Incognito Market unter seiner Original-URL im Tor-Netzwerk noch immer gefunden wird. Allerdings – es dauert sicherlich nur kurze Zeit, bis die Behörden ihre Beschlagnahmungsankündigung publizieren.
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