Steigende Nutzung von VPNs und Proxys in Frankreich

Frankreich: Nutzung von Proxys und VPNs ging durch die Decke

Verschärfung der Pirateriebekämpfung


In Frankreich nahm die Nutzung von VPNs und Proxys dramatisch zu. Die ARCOM eine französische Regulierungsbehörde hatte in den letzten Jahren verstärkten Einsatz gezeigt. Ihre Aufgabe war das Blockieren illegaler Dienste. Trotz der behördlichen Bemühungen wandelte sich die Piraterie weiter.



Trends und Entwicklungen


Downloads und Peer-to-Peer-Netzwerke waren einst populär – sie wurden jedoch durch Live-Streaming und das Teilen von Links in sozialen Netzen abgelöst. Dennoch – obwohl viele Franzosen in einer Umfrage behaupteten VPNs zum Schutz ihrer Daten zu nutzen zeigt der hohe Anteil illegalen Datenverkehrs eine andere Realität.



Statistische Einblicke


Die ARCOM berichtete, dass 35 % der Franzosen innerhalb eines Jahres VPNs oder alternative DNS-Dienste genutzt hatten. Besonders die neuen VPN-Nutzer suchten nach Wegen um Web-Sperren zu umgehen.



Gesetzgeberische Maßnahmen


Im Januar 2022 wurde eine Gesetzgebung eingeführt. Sie erleichtert es den Inhabern von Sportrechten den Zugang zu illegal übertragenden Diensten zu blockieren. Zusätzlich ordneten Gerichte ab Dezember 2023 an. Dass Suchmaschinen gesperrte Seiten aus ihren Ergebnissen entfernen müssen.



Fortschritte der ARCOM


Zwischen Oktober 2022 und Dezember 2023 wirkte die ARCOM bei 110 Sperrungsanträgen mit. Diese führten zur Blockierung von 594 Domainnamen. Das sind deutlich weiterhin Sperrungen als in Deutschland allerdings weit weniger im Vergleich zu Italien.



Effekte der Maßnahmen


Eine ständige Zusammenarbeit zwischen ARCOM, Rechteinhabern und der Justiz führte zu einem Rückgang der illegalen Internetnutzer um 27 % von 2021 bis 2023. Das entspricht einem Rückgang auf 16 % der Online-Bevölkerung Frankreichs.



Zukünftige Pläne


Frankreich plant, weiterhin illegalen Diensten den Geldhahn abzudrehen – gemäß dem „Follow the Money“-Ansatz. VPN- und Proxy-Anbieter sollen zu mehr Kooperation gedrängt werden. Ferner erwägt man die Einrichtung vertrauenswürdiger Kennzeichnungsstellen für den Schutz geistigen Eigentums.



Ausblick


Das Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Behörden und den Piraten setzt sich fort. Ein Ende dieser Auseinandersetzung ist weder in Frankreich noch international in Sicht. Die Bemühungen um eine wirksame Kontrolle und Regulierung der digitalen Piraterie bleiben eine herausfordernde Aufgabe.






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