BogusBazaar: Der Schleier über einem Netzwerk von Fake-Shops

BogusBazaar: Webshop-Betrüger eröffnen 75.000 Fake-Shops

Zweifelhaftes Imperium mit Wurzeln in China


Aus China heraus wird ein riesiges Netzwerk gefälschter Einzelhandelsseiten gesteuert - bekannt als BogusBazaar. Dieses Netzwerk lockt mit preiswerten Designermarken ahnungslose Online-Shopper an. Die Käufer erleben jedoch häufig eine böse Überraschung: Entweder kommen die bestellten Produkte niemals an oder es werden minderwertige Fälschungen geliefert.



Die Taktik des BogusBazaar


Seit drei Jahren täuscht BogusBazaar Konsumenten weltweit. Besonders betroffen sind neben den USA und Frankreich ebenfalls 113․000 Deutsche – das bringt Deutschland auf den dritten Platz der am meisten betroffenen Länder. Die Betreiber der Fake-Shops nutzen ausgeklügelte Methoden: Sie erwerben abgelaufene Domains mit gutem Ruf und stellen über WordPress seriös wirkende Online-Shops her.



Massive Ernte von Daten und Geld


Das Netzwerk, das laut SRLabs mindestens 850․000 Menschen betrügt, ergaunerte schon geschätzte 50 Millionen US-Dollar. Über selbstentwickelte WordPress-Plugins die scheinbar harmlos Zahlungen ermöglichen, greifen die Betrüger Kreditkarteninformationen ihrer Kundschaft ab.



Enthüllung durch Cybersicherheitsexperten


Das deutsche Unternehmen SRLabs deckte die Machenschaften von BogusBazaar auf. Sie beschreiben ein Geschäftsmodell, das auf einer Art Franchise-System basiert—ein zentrales Kernteam liefert die Infrastruktur, während ein breites Netz an Franchisenehmern die einzelnen Shops betreibt.



Doppelte Betrugsmethodik


BogusBazaar kombiniert häufig zwei Arten des Betrugs: Erst sammeln sie Kreditkartendaten durch gefälschte Zahlungsseiten, gefolgt von einem Fake-Verkauf. Nicht nicht häufig wird das Opfer erst durch eine gefälschte Transaktion getäuscht und anschließend auf ein funktionierendes Zahlungsgateway umgeleitet um die Täuschung zu vervollständigen.



Internationale Reaktion und Hoffnung auf Maßnahmen


Nachdem SRLabs die Betrugsmechanismen ans Licht brachten und ihre Erkenntnisse mit Zeit Online und weiteren internationalen Medien teilten, entstand eine Kooperation zur weiteren Untersuchung und Berichterstattung. Es wird gehofft, dass durch die Verbreitung dieser Informationen die zuständigen Behörden wirksame Gegenmaßnahmen einleiten können um der betrügerischen Praxis ein Ende zu bereiten.






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