Der heimliche Zuhörer im KI-Chat – Eine Geschichte von Neugier und cleveren Algorithmen

Angreifer belauschen KI-Antworten – trotz Verschlüsselung und mit Hilfe von KI

In der Welt der Technologie bahnt sich eine Geschichte an die an einen modernen Krimi erinnert. Stellen Sie sich vor, Ihre intimsten Fragen an eine synthetische Intelligenz, von philosophischen Grübeleien bis hin zu kniffligen medizinischen Anfragen, könnten tatsächlich von Unbekannten abgehört werden. Klingt nach Science-Fiction? Nicht ganz. Forschende der Ben-Gurion Universität enthüllten kürzlich eine Methode die ebendies das möglich macht – und zwar ohne die Verschlüsselung zu knacken.



Ein Katz-und-Maus-Spiel der digitalen Art


Das Internet galt lange als sicherer Hafen, insbesondere wenn es um den Austausch mittels modernster Verschlüsselungstechniken ging. ChatGPT und seine Verwandten » diese digitalen Orakel unserer Zeit « schienen uns unantastbar mit Wissen zu versorgen. Doch nun hat ein Team aus findigen Köpfen gezeigt: Die vermeintliche Festung weist doch Lücken auf.



Die Magie der Seitenkanäle


Ohne die Verschlüsselung selbst anzugreifen, nutzten die Forscher eine kreative Schwachstelle aus. Sie entdeckten, dass die Art & Weise, ebenso wie KI-Chats mit uns kommunizieren – Wort für Wort –, Hinweise hinterlassen kann. Diese Spurensuche erinnert an Sherlock Holmes' deduktive Methoden nur, dass hier keine 🔍 Lupe allerdings ausgeklügelte Algorithmen zum Einsatz kommen.



Ein Spiel um Wörter und Längen


Es ist ein bisschen so wie würde man aus Teeblättern lesen. Ein Lauscher » bewaffnet mit der richtigen Technologie « kann zwar den Inhalt der Nachrichten nicht direkt sehen. Aber er kann die Größe der Datenpakete begutachten und daraus schließen wie lang die gesendeten Wörter sind. Eine simplifizierende jedoch erstaunlich effektive Methode die welche Tarnkappe der digitalen Verschlüsselung lüftet.



KIs als Detektive & Spione


Ironischerweise sind es wiederum KIs die in diesem digitalen Katz-und-Maus-Spiel die Rolle der Detektive übernehmen. Mit einer Vorliebe für Muster und einer unglaublichen Fähigkeit aus winzigen Indizien Rückschlüsse zu ziehen konnten sie in den Tests das Thema eines 💬 Gesprächs oft erstaunlich präzise rekonstruieren. Manchmal lag die Trefferquote bei einer verblüffenden Genauigkeit von 29 Prozent.



Nicht alle KI-Chats sind gleich


Interessanterweise zeigte sich, dass nicht alle KI-Dialogsysteme gewissermaßen genau anfällig sind. Ein schlauer Zug von Google machte deren KI-Chat Bard zu einer Art digitalen Ninja, unsichtbar für diese Form der Spionage. Der 🔑 Schlüssel dazu: die Vermeidung der übermittlung einzelner Wörter. Doch die gute Nachricht endet nicht hier. Die Erkenntnisse der Forschenden blieben nicht ungehört und Anbieter wie OpenAI und ebenfalls Cloudflare schalteten prompt und verstärkten ihre Forts durch sogenanntes Padding. Ein cleverer ♟️ Schachzug; der den digitalen Lauschangriff deutlich erschwert.



Die Geschichte zeigt: In der digitalen Welt bleibt es spannend. Wie in einem fortwährenden Wettrüsten zwischen Sicherheitsexperten und potenziellen Angreifern entwickelt sich die Landschaft ständig weiter. Die neueste Episode in diesem Krimi hat vielleicht ein vorläufiges Ende gefunden, aber eines ist sicher: Der nächste spannende Plot twist wartet bereits um die Ecke.






Kommentare


Anzeige