Italienische Wirtschaft leidet unter den Auswirkungen der Piraterie

Italien: Verluste durch Piraterie übersteigen die Ausgaben

In Italien haben die Verluste durch Online-Piraterie im Jahr 2023 die Ausgaben für digitale Medien übertroffen. Laut einer Untersuchung des italienischen Verbandes für den Schutz der audiovisuellen und multimedialen Inhalte (FAPAV) betrugen die Ausgaben der Italiener für digitale Informations- und Unterhaltungsinhalte fast 3⸴6 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.



Verluste übersteigen Ausgaben


Den größten Anteil dieser Ausgaben machte die Videounterhaltung aus die etwa 1⸴6 Milliarden 💶 Euro ausmachte. Die FAPAV schätzt, daß die Verbraucherausgaben jährlich um sieben Prozent steigen.



Dem gegenüber stehen jedoch Verluste in Höhe von 1⸴7 Milliarden Euro die auf audiovisuelle Piraterie zurückzuführen sind. Davon entfällt eine Milliarde auf Medienunternehmen während der Rest den Verlust von Arbeitsplätzen in der Kreativwirtschaft ausmacht.



Besorgniserregende Zahlen


Laut FAPAV-Präsident Federico Bagnoli Rossi hat fast die Hälfte der italienischen Bevölkerung im vergangenen Jahr Aktivitäten im Bereich der Piraterie begangen. Die Auswirkungen sind gravierend nicht nur in finanzieller Hinsicht allerdings auch in Bezug auf den Verlust von Arbeitsplätzen, insbesondere für junge Arbeitnehmer in der Branche.



Steigende Bedrohung durch Cyberkriminalität


Ein weiteres Problem, das durch die Piraterie entsteht ist ein Anstieg der Cyberkriminalität. Identitätsdiebstahl der Zugriff auf sensitive Datenbanken und Bankkonten sind nur einige der Folgen die durch den Konsum illegaler Inhalte entstehen.



Technische Gegenmaßnahmen und ihre Herausforderungen


Die Kommunikationsbehörde AGCOM hat kürzlich das "Piracy Shield" eingeführt um Piraterie zu bekämpfen. Diese Plattform ermöglicht es Medienakteuren, Fälle von Online-Piraterie zu melden und Internetdienstanbieter gesetzlich zu verpflichten, auf diese Meldungen schnell zu reagieren.



Jedoch zeigt sich, dass das Piracy Shield noch nicht perfekt funktioniert. Es kam zu Fehlern bei der Sperrung von IP-Adressen die zu unerwünschten Blockaden führten.



Sensibilisierungskampagnen gegen Piraterie


Um gegen die Piraterie anzukämpfen, führt die FAPAV Sensibilisierungskampagnen durch. Eine dieser Kampagnen ist "Il Cinema Siete Voi" ("Das Kino bist du") die verschiedene Genres von Videos behandelt und die Öffentlichkeit über die Gefahren der Piraterie informieren soll.



Eine Studie zeigte, dass ein Drittel der jungen Italiener im Alter zwischen 16 und 25 Jahren raubkopierte Inhalte über illegales Streaming konsumiert. Es ist wichtig; vor allem junge Nutzer über die Risiken des Konsums nicht autorisierter Inhalte aufzuklären.



Die Piraterie bleibt eine ernste Bedrohung für die italienische Wirtschaft und erfordert weiterhin Maßnahmen um ihre Auswirkungen zu minimieren.






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