Der Kampf gegen illegales Streaming: DNS-Sperre für BuffStreams in Deutschland

DNS-Sperre für BuffStreams in Deutschland zu erwarten

Ein neuer Schlag gegen illegales Streaming bahnt sich an: In Deutschland wird über die Einführung einer DNS-Sperre für die Sport-Streaming-Plattform BuffStreams diskutiert. Doch wie effektiv ist diese Maßnahme wirklich im Kampf gegen Piraterie?



DNS-Sperren gegen Piraterie: Grundlagen und Hintergründe


Anders als in anderen Ländern, wo Webseiten-Sperren bereits gängige Praxis sind, befindet sich Deutschland noch in den Anfängen dieses Prozesses. Hier setzen die Internetanbieter auf eine Zusammenarbeit mit Rechteinhabern, insbesondere über die Clearingstelle Urheberrecht im Internet (CUII). Diese Expertengruppe prüft Rechtsverletzungen und trifft Entscheidungen über mögliche Sperrungen.



Aktuell befasst sich die CUII mit BuffStreams, einem bekannten Anbieter von Live-Sport-Streams. Ein Kläger, der die exklusiven Rechte eines Rundfunkveranstalters besitzt, wirft BuffStreams strukturelle Urheberrechtsverletzungen vor. Eine eingehende Untersuchung ergab, dass über 96% der auf BuffStreams verfügbaren Links als unautorisiert eingestuft wurden, was die Grundlage für eine mögliche Sperrung bildet.



Zweifel an der Wirksamkeit der DNS-Sperre


Trotz dieser Fakten bleibt die Frage, ob eine DNS-Sperre tatsächlich die gewünschte Wirkung erzielen wird. BuffStreams hat in der Vergangenheit erfolgreich Sperrmaßnahmen in anderen Ländern umgangen und verfügt über alternative Domains. Erfahrungen zeigen, dass solche Sperren oft nur temporär effektiv sind und von den Betreibern leicht umgangen werden können.



Des Weiteren steht die geplante DNS-Blockade im Konflikt mit dem Prinzip der Netzneutralität. Es bleibt abzuwarten, ob die Bundesnetzagentur (BNetzA) die Sperrung von BuffStreams genehmigt und ob sie letztendlich durchsetzbar ist.



In Deutschland wurden bereits andere Streaming-Seiten wie canna.to, Goldesel, Streamkiste.tv oder Kinox.to gesperrt. Die Maßnahme gegen BuffStreams ist somit nur ein weiterer Schritt in diesem fortlaufenden Kampf gegen Piraterie.



Eine holistische Lösung ist gefragt


Die geplante DNS-Sperre für BuffStreams verdeutlicht den Willen Deutschlands, die Rechte der Rechteinhaber zu schützen. Dennoch bleibt fraglich, ob diese Einzelmaßnahme ausreicht, um das Problem langfristig zu lösen. Es bedarf einer umfassenderen Strategie, die auch die Wurzeln der Piraterie angeht und nicht nur an der Oberfläche kratzt.






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