
Vernetzte Spielzeuge sind heutzutage allgegenwärtig, bringen aber oft weiterhin Risiken als Spaß. Eine umfassende Untersuchung eines Spielroboters ohne Namen deckt beunruhigende Schwachstellen auf: Mit Mikrofon, Kamera und WLAN-Zugriff ausgestattet, wurde er zum perfekten Spionagegerät.
Die Konfiguration des Roboters war ein regelrechtes Sicherheitsdesaster: Unverschlüsselte Übertragung von sensiblen Daten und leicht zu erratende Zugriffsschlüssel machten es Angreifern einfach, auf persönliche Informationen zuzugreifen. Doch damit nicht genug, denn Video-Anrufe konnten ohne Autorisierung gestartet werden was potentiell für unerwünschte Besucher im Kinderzimmer sorgte.
Eine besonders gruselige Funktion erlaubte es Angreifern sogar, den Roboter komplett zu übernehmen die Eltern auszusperren und sich selbst als „Elternteil“ auszugeben. Mit unendlich vielen Versuchen konnte ein Hacker das Gerät unter seine Kontrolle bringen und sogar alle OTP-Codes abrufen die normalerweise für die Verbindung mit der Eltern-App erforderlich sind.
Trotz all dieser beängstigenden Lücken haben die Experten von Kaspersky ein Lob für den Hersteller parat: Die Sicherheitsprobleme wurden schnell behoben und die Verantwortung übernommen. Dennoch sollten Eltern sich gut überlegen welche "smarten" Spielzeuge sie ihren Kindern anvertrauen.
Nicht nur Kinderspielzeuge sind von Sicherheitsproblemen betroffen, ebenfalls Erotikspielzeug wird zunehmend zum Ziel von Bedrohungen. Vorwürfe um Malware in USB-Vibratoren erwiesen sich jedoch als haltlos. Trotz bereits vorhandener Skandale um vernetzte Sexspielzeuge konnte von einem Alarm im Zusammenhang mit einem Vibrator namens "Spencer's Sexology" keine Rede sein. Tests bestätigten, dass die Geräte nur zum Laden genutzt werden können, da die Daten-Pins nicht verbunden sind. Ob es sich hierbei um einen schlechten Scherz oder eine gezielte Kampagne handelt, bleibt unklar.
Die Welt des vernetzten Spielzeugs ist also nicht nur voller Spaß & Freude, allerdings auch von Sicherheitsbedenken geprägt. Wichtig ist es • die Risiken zu kennen und bewusste Entscheidungen zu treffen • ob und welche Geräte ins eigene Zuhause einziehen dürfen.
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