Ein schwerwiegender Schlag für Avast: FTC verhängt Millionenstrafe

FTC will Avast zu 16,5 Millionen US-Dollar Strafe verdonnern

Das Tochterunternehmen Jumpshot von Avast muss tief in die Tasche greifen. Die Federal Trade Commission (FTC) hat eine Strafzahlung von satten 16,5 Millionen US-Dollar für Avast wegen des Sammelns und Weiterverkaufens von Browser-Daten verhängt. Anstatt die Privatsphäre der Nutzer zu schützen, hat Avast genau das Gegenteil getan und sensible Informationen an Werbetreibende wie Google, Yelp, Microsoft und weitere verkauft.



Die Enthüllung des Skandals


Die fragwürdigen Praktiken von Avast kamen Ende 2019 ans Licht, als Mozilla die Browser-Erweiterungen von Avast und AVG aufgrund des unerlaubten Datentransfers blockierte. Bereits im Oktober 2018 hatte der Gründer von Adblock-Plus, Wladimir Palant, festgestellt, dass persönliche Daten an externe URLs weitergeleitet wurden.



Die harten Konsequenzen der FTC


Die FTC fordert nicht nur die horrende Geldstrafe, sondern verbietet Avast auch den Verkauf oder die Lizenzierung von Web-Browsing-Daten für Werbezwecke. Damit will die Behörde sicherstellen, dass Unternehmen wie Avast nicht mehr gegen ihre Datenschutzversprechen verstoßen und sensible Daten ungefragt weitergeben dürfen.



Die schwerwiegenden Vorwürfe


Laut FTC hat Avast auf betrügerische Weise Browser-Informationen von Kunden gesammelt, gespeichert und ohne angemessene Benachrichtigung oder Zustimmung der Nutzer verkauft. Avast habe die Verbraucher durch falsche Versprechen getäuscht und nicht offen kommuniziert, dass sie persönliche, identifizierbare Browsing-Daten weiterverkaufen.



Die heikle Rolle von Jumpshot


Jumpshot, als eine Tochterfirma von Avast, wird vorgeworfen, zwischen 2014 und 2020 Browser-Informationen an über 100 Dritte verkauft zu haben. Die FTC kritisiert, dass die Daten nicht ausreichend anonymisiert wurden und sensible Identifikatoren sowie detaillierte Browser- und Geräteinformationen enthielten.



Die drastischen Maßnahmen der FTC


Neben der Geldstrafe sind weitere Auflagen geplant, um die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. Avast soll unter anderem die Zustimmung der Kunden einholen, bereits gesammelte Daten löschen, die Browsing-Daten nicht weiterverkaufen und ein umfassendes Datenschutzprogramm implementieren.



Ein vernichtendes Urteil für Avast


Die Entscheidung der FTC fiel einstimmig und wird in den kommenden Wochen finalisiert. Avast steht vor einer großen Herausforderung, das Vertrauen der Verbraucher zurückzugewinnen und die Datenschutzverstöße aus der Vergangenheit auszumerzen. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Unternehmen von diesem schwerwiegenden Rückschlag erholen wird.






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