"Alternatives Erscheinungsbild": Face-ID-Komfortfunktion als Sicherheitsproblem und Appell an Apple

"Alternatives Erscheinungsbild": Face-ID-Komfortfunktion als Sicherheitsproblem

Der Schutz der digitalen Identität ist ein immer wichtiger werdendes Thema in der heutigen digitalen Welt. Mit der Einführung von Face ID hat Apple eine innovative Technologie zur Gesichtserkennung auf seinen Geräten implementiert. Doch nun rückt eine Komfortfunktion die Apple für Face ID eingeführt hat, in den Fokus der Kritik. Das sogenannte "alternatives Erscheinungsbild" kann bei unsachgemäßer Anwendung zu einem erheblichen Sicherheitsproblem führen. In Verbindung mit Diebstählen von iPhones und dem Missbrauch der Gesichtserkennungstechnologie durch Kriminelle, steht die Sicherheit der Nutzer und deren Daten auf dem Spiel. Um dieses Problem zu lösen und die Sicherheit zu gewährleisten ist es an der Zeit, dass Apple entsprechende Maßnahmen ergreift.



Die Komfortfunktion "alternatives Erscheinungsbild"


Die Komfortfunktion "alternatives Erscheinungsbild" wurde eingeführt um es Nutzern zu ermöglichen, neben ihrem regulären Gesicht auch ein alternatives Aussehen für die Gesichtserkennung zu hinterlegen. Dies könnte beispielsweise relevant sein, wenn sich die Person schminkt, einen Bart trägt oder andere äußerliche Veränderungen vornimmt. Allerdings erlaubt diese Funktion nicht nur kleine Veränderungen , allerdings auch die Hinterlegung eines komplett anderen Gesichts – ganz ohne Elemente des Originalgesichts. Diese Tatsache birgt ein erhebliches Sicherheitsrisiko da das alternative Gesicht automatisch auch für die mit Face ID gesicherten Apps verwendet wird.



Sicherheitsproblem und Missbrauch


In der Praxis bedeutet dies, dass ein Dieb der Zugriff auf das iPhone erlangt und die Geräte-PIN kennt in der Lage ist sein eigenes Gesicht für die Face ID zu hinterlegen. Anschließend hat er Zugriff auf besonders gesicherte Anwendungen die normalerweise nur über die PIN entsperrt werden sollten - beispielsweise Banking-Apps. Dies stellt ein erhebliches Sicherheitsproblem dar, da der Dieb somit Zugriff auf sensible Daten und Informationen erhalten kann, ohne die ursprünglichen Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen.



Maßnahmen von Apple und Optimierungspotenzial


Apple hat inzwischen Maßnahmen angekündigt um die Plünderung von Accounts durch iPhone-Diebe zu erschweren. In iOS 17․3 soll die Passwortänderung außerhalb bestimmter Orte zeitverzögert und nur noch mit dem korrekten biometrischen Faktor möglich sein. Zudem wird das Hinzufügen eines neuen Face-ID-Gesichts nur noch mittels Biometrie möglich sein. Diese Schritte sind ein erster Schritt in die richtige Richtung um die Sicherheit der Nutzer zu gewährleisten.



Dennoch gibt es Optimierungspotenzial um die Sicherheitslücken zu schließen und die Sicherheit der Gesichtserkennungstechnologie zu erhöhen. Apple könnte beispielsweise die Möglichkeit einführen, dass nach dem Anlegen eines alternativen Gesichts für die Face ID zusätzlich ein App-Passwort für sensible Anwendungen erforderlich ist. Dies würde die Sicherheit erhöhen und gleichzeitig die Nutzung der Gesichtserkennungstechnologie verbessern.



Ein weiterer Aspekt der optimiert werden könnte, betrifft die Möglichkeit, das iCloud-Passwort nur mit der iPhone-PIN zu ändern. Apple sollte hier zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen einführen um den Missbrauch durch Diebe zu erschweren und gleichzeitig die Sicherheit der iCloud-Konten zu gewährleisten.



Fazit


Die Sicherheit der digitalen Identität und der persönlichen Daten ist von größter Bedeutung. Apple steht in der Verantwortung, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen um die Sicherheit der Gesichtserkennungstechnologie zu verbessern und die Nutzer vor Missbrauch und Diebstahl zu schützen. Die Einführung zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen und die Optimierung der bestehenden Funktionen sind notwendig um das Vertrauen der Nutzer zu stärken und die Sicherheit ihrer digitalen Identität zu gewährleisten.






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