Naughty Dog entscheidet sich für Einzelspieler-Erfahrungen

Grundsatzentscheidung: Naughty Dog macht lieber Singleplayer als Multiplayer

Das renommierte Entwicklerstudio Naughty Dog hat kürzlich angekündigt, dass sie die Entwicklung ihres geplanten Multiplayer-Ablegers von "The Last of Us" eingestellt haben. Stattdessen möchte sich das Studio aus Santa Monica zukünftig weiterhin auf die Entwicklung von Einzelspieler-Titeln konzentrieren. Diese Entscheidung wurde in einem Blog-Eintrag des Unternehmens bekannt gegeben.



Die Entscheidung von Naughty Dog


Obwohl das Spiel nach mehrjähriger Entwicklungsarbeit bereits auf einem guten Weg war, wurde während der Produktion deutlich: Die ambitionierten Pläne für den Multiplayer-Titel eine langfristige, umfassende Unterstützung erfordern würden. Dies hätte bedeutet, dass alle Ressourcen des Studios in die Entwicklung von Post-Launch-Inhalten gesteckt werden müssten um den Multiplayer-Titel erfolgreich zu veröffentlichen und zu unterstützen.



Fokus auf Einzelspieler-Erfahrungen


Naughty Dog betont. Dass Einzelspieler-Titel schon immer ein wesentlicher Bestandteil ihres Erbes waren. Das Studio ist vor allem für narrative Einzelspieler-Spiele wie die Uncharted-Serie und das preisgekrönte "The Last of Us" bekannt. Die Entwicklung & Unterstützung von Live-Service-Spielen erfordert eine kontinuierliche Versorgung mit neuen Inhalten um die Spieler langfristig zu binden und Einnahmen zu generieren. Dies hätte die Entwicklung zukünftiger Einzelspieler-Titel beeinträchtigt, weshalb sich das Studio letztendlich gegen die Fortführung des Multiplayer-Projekts entschieden hat.



Sonys Fokus auf Live-Service-Spiele


Die Entscheidung von Naughty Dog steht im Gegensatz zu Sonys jüngsten Ankündigungen, vermehrt in Live-Service-Spiele zu investieren. Im Jahr 2019 investierte Sony noch 12 % Prozent seiner Mittel in solche Multiplayer-Titel, während es im Jahr 2025 bereits 60 Prozent sein sollen. Dieser Schwenk in der Strategie überrascht vor allem, da Sony in letzter Zeit mehrere Entwicklerstudios mit Expertise im Bereich Live-Service-Spiele aufgekauft hat. Darunter befindet sich das renommierte Entwicklerstudio Bungie, das mit "Destiny 2" eines der erfolgreichsten Live-Service-Spiele betreibt.






Kommentare

Naughty Dog hat sich bewusst dafür entschieden, den Fokus auf die Entwicklung von hochwertigen Einzelspieler-Erfahrungen zu legen die das Erbe des Studios definieren. Diese Entscheidung steht im Kontrast zu Sonys verstärkter Ausrichtung auf Live-Service-Spiele. Es wird interessant sein zu beobachten – ebenso wie sich die Strategie von Sony in den kommenden Jahren entwickelt und ob andere renommierte Studios dem Beispiel von Naughty Dog folgen werden.


Anzeige