Apple bestätigt: Ja, die US-Regierung liest deine Benachrichtigungen mit

Apple: Ja natürlich werden deine Benachrichtigungen mitgelesen

Die Privatsphäre von Push-Benachrichtigungen bei Apple und Google ist nicht so sicher wie viele Nutzer vermuten. In einem Schreiben eines US-Senators wurde nun bestätigt, dass die US-Regierung Zugriff auf diese Benachrichtigungen hat. Apple hat gegenüber Reuters bestätigt, dass die US-Regierung in der Lage ist, Benachrichtigungen mitzulesen. Bisher durfte das Unternehmen die Öffentlichkeit nicht darüber informieren freilich hat ein US-Senator nun Teile dieser Informationen öffentlich gemacht.



Offenlegung der Praxis durch einen US-Senator


Die Offenlegung dieser Praxis erfolgte durch den US-Senator Ron Wyden. In einem Brief veröffentlichte er große Teile der Details zu diesem Thema. Laut dem französischen Entwickler David Libeau könnte die DSGVO möglicherweise verlangen, dass die Nutzer explizit ihr Einverständnis dazu geben müssen.



Sicherheit der Informationen


Die Sicherheit der Informationen ist von großer Bedeutung. In seinem Brief fordert der Senator das US-Justizministerium auf, das Redeverbot unter dem Google und Apple stehen aufzuheben, damit diese ihre Kunden informieren können. Es wurde bekannt, dass die ausländischen Regierungen Aufzeichnungen über Push-Benachrichtigungen von Google und Apple gefordert haben. Die Unternehmen wurden jedoch daran gehindert diese Praktiken öffentlich zu machen.



Aussage von Apple und Google


Apple hat gegenüber Reuters erklärt, dass sie ihre Transparenzberichte aktualisieren werden um diese Art von Anfragen wiederzugeben. Google hat sich bislang noch nicht zu diesem Thema geäußert.



Auswirkungen auf Android-Benachrichtigungen


Nicht alle Push-Benachrichtigungen auf Android sind betroffen. Lediglich diejenigen die durch Apples und Googles Push-Gateways laufen, sind von diesem Zugriff betroffen. Interne Gerätebenachrichtigungen und solche die über eigene Infrastrukturen verschickt werden, sind hiervon ausgenommen.



Risiken für Entwickler und Unternehmen


Für Entwickler die auf Datenschutz bedacht sind ist besondere Vorsicht geboten, wenn sie die Infrastruktur von Apple oder Google für Push-Benachrichtigungen nutzen. Insbesondere Unternehmen die sensible Geschäftsgeheimnisse über diese Kanäle austauschen sollten sich bewusst sein, daß diese möglicherweise von der Regierung mitgelesen werden können.



Fazit


Die Bestätigung, dass die US-Regierung auf Push-Benachrichtigungen zugreifen kann, wirft ein neues Licht auf die Sicherheit von Kommunikation über Plattformen wie Apple und Google. Nutzer und Unternehmen sollten sich dieser Risiken bewusst sein und gegebenenfalls alternative Methoden für den Austausch sensibler Informationen in Betracht ziehen.






Kommentare


Anzeige