DAZN verschärft Kampf gegen Account-Sharing

DAZN geht verstärkt gegen Account-Sharing vor

Der Sport-Streaming-Dienst DAZN hat sein Angebot ohne öffentliche Ankündigung reduziert. Neukunden im Jahresabonnement des Unlimited-Tarifs können nun keine parallelen Streams mehr sehen. Zuvor waren zwei Parallel-Streams im Jahresabonnement von DAZN Unlimited ein einzigartiges Merkmal der teuersten Abonnementstufe von DAZN. Zusätzlich konnten nur in DAZN Unlimited sechs Geräte für die Nutzung registriert werden. Auch das wurde geändert und Neukunden können nun wie in den anderen Abonnementstufen nur noch drei Geräte registrieren. Es ist unklar, seit wann diese Änderungen gelten, da DAZN selbst nie darüber informiert hat. Am Donnerstag wurde die Änderung schließlich von Caschys Blog bemerkt, woraufhin mehrere Medien darüber berichteten.



Bereits im Juli hat DAZN die Parallel-Streams aus der 45 Euro teuren monatlichen Variante von DAZN Unlimited gestrichen. Inzwischen fehlen sie auch im 30 Euro pro Monat teuren Jahresabonnement. Es war zunächst unklar, was mit Bestandskunden passiert, die den Tarif zu den alten Konditionen gebucht haben. Das Portal Teltarif stellte bei einem bestehenden DAZN-Account fest, dass die alten Geräte-Obergrenzen noch immer gelten. Wie lange das so bleibt, ist nicht bekannt, da sich DAZN dazu nicht geäußert hat.



Mit den Änderungen versucht DAZN, das Account-Sharing einzuschränken. Dabei wird ein Account von mehreren Personen genutzt - was deutlich schwieriger wird, wenn nur noch ein gleichzeitiger Stream möglich ist. Allerdings werden dadurch auch andere Kunden eingeschränkt, die im selben Haushalt leben. Das Ansehen eines anderen Spiels auf einem Second Screen ist nun nicht mehr möglich. Die Beschränkung auf nur noch drei registrierte Geräte schränkt die Nutzung weiter ein.



DAZN hat sich in den letzten Jahren bei seinen Kunden ohnehin unbeliebt gemacht, aufgrund wiederholter und massiver Preiserhöhungen. Die jüngste Erhöhung fand im Juli statt, seitdem sind die Champions League-Spiele nur noch im Unlimited-Abo und nicht mehr in den beiden günstigeren Abonnementoptionen enthalten.






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