Ubisoft testet neue Methode zur Generierung von Einnahmen durch die Einblendung von Werbung in Spielen

Ubisoft testet Einblendung von Werbung in Spielen

Ein Redakteur des französischen Spieleportals xboxsquad.fr hat eine ungewöhnliche Methode von Ubisoft entdeckt, um Geld zu verdienen. Während des Spiels "Assassin's Creed Odyssey" auf Xbox One und Playstation 4 wurde für einige Sekunden eine ganzseitige Werbung von Ubisoft selbst eingeblendet. Während dieser Zeit wurde das Spiel pausiert. Es ist jedoch unklar, ob es sich dabei um einen Test von Ubisoft oder um einen technischen Fehler handelt. In der Einblendung wurde das Spiel "Assassin's Creed Mirage" beworben, das während des Black Friday Angebots um 20% reduziert war.



Die Reaktion der Gamer auf diese Methode dürfte eher negativ ausfallen. Plötzlich erhält der "Always-On" Modus eine ganz neue Bedeutung, nämlich um bei Bedarf neue Werbung zu laden. Es stellt sich die Frage, was der Sinn hinter dieser Methode ist. Das Spiel "Assassin's Creed Odyssey" wurde bereits im Oktober 2018 veröffentlicht und ist somit schon etwas älter. Dennoch bekommt man es nicht umsonst. Ubisoft könnte möglicherweise gedacht haben, dass Spieler, die gerne den älteren Teil von "Assassin's Creed" spielen, auch an den Fortsetzungen interessiert sein könnten.



Laut Ubisoft handelte es sich bei der Einblendung angeblich um einen technischen Fehler, der bereits behoben wurde. Es ist jedoch wahrscheinlicher, dass es sich um einen Test mit einem vergleichsweise kleinen Publikum gehandelt hat. Andere Spieler konnten die Werbung während des Spiels nicht reproduzieren. Als die Presse negativ auf die Einblendung reagierte, hat Ubisoft möglicherweise entschieden, die Pläne wieder fallen zu lassen.



Microsoft hat ebenfalls Tests mit Werbung durchgeführt, indem sie Vollbild-Popup-Werbung auf der Xbox eingeführt haben, um ihre eigenen Spiele zu bewerben. Dies führte zu viel Unmut bei den Xbox-Besitzern. Die Werbung von Microsoft wird jedoch nur beim Hochfahren der Xbox angezeigt und nicht jedem Nutzer. Hoffentlich nehmen die anderen Spielehersteller aus den Experimenten von Microsoft und Ubisoft wichtige Lehren mit.



Im Fall von "Assassin's Creed Odyssey" kann man die Einblendung noch nachvollziehen, da das Spiel nicht kostenlos ist. Bei einem kostenlosen Spiel könnte es verständlich sein, dass man als "Klickvieh" betrachtet wird, das ständig Werbung sehen muss. Doch bei einem regulären Spiel hinterlässt der Test von Ubisoft einen faden Beigeschmack. Die Vorgehensweise des Spielepublishers wird höchstwahrscheinlich den Unmut der Kunden hervorrufen, während nur ein paar Euro mehr Umsatz winken. Es stellt sich die Frage, wie wichtig Ubisoft ihr Ruf in der Gaming-Community ist und ob es das wert ist.






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