Poloniex-Hacker erhalten Angebot von der Kryptobörse – 5 % der gestohlenen Summe als "Lösegeld"

Poloniex-Kryptobörse bietet Hackern 5 % der geklauten Summe fürs Zurückbringen

Die Kryptobörse Poloniex ist Opfer eines Hacks geworden, bei dem rund 130 Millionen US-Dollar gestohlen wurden. Der CEO von Poloniex, Justin Sun, hat den Dieben ein Angebot gemacht, das er als "White Hat Bounty" bezeichnete. Er bot ihnen an, fünf Prozent der gesamten gestohlenen Summe (etwa 6⸴5 Millionen US-Dollar) zu erhalten, wenn sie innerhalb von sieben Tagen den Rest der gestohlenen Kryptotokens auf von ihm angegebene Wallets zurückschicken. Andernfalls würde die Strafverfolgung eingeschaltet werden.



Am Freitag hat Poloniex ihr Wallet deaktiviert und dies mit Wartungsarbeiten begründet. Dadurch konnte wahrscheinlich Schlimmeres verhindert werden. Justin Sun zufolge wurden Teile der gestohlenen Vermögenswerte identifiziert und eingefroren. Die Verluste seien innerhalb eines "überschaubaren Rahmens" und könnten durch die Betriebseinnahmen von Poloniex gedeckt werden. Das Team von Poloniex hat bereits begonnen – die Systeme wiederherzustellen und relevante Beweise zu sichern. In den kommenden Tagen sollen schrittweise Ein- und Auszahlungen wieder aktiviert werden, bis die Sicherheit zu 100 Prozent gewährleistet ist.



Das Blockchain-Sicherheitsunternehmen Cyvers war eines der ersten, das auf den Sicherheitsvorfall bei Poloniex aufmerksam wurde. Sie entdeckten mehrere verdächtige Transaktionen die zu diesem Zeitpunkt bereits rund 54 Millionen US-Dollar ausmachten. Eine Stunde später bestätigte Justin Sun die Vorfälle. Das Unternehmen SlowMist hat eine detaillierte Liste der gestohlenen Kryptowährungen von Poloniex in einem öffentlich zugänglichen Google Spreadsheet erstellt. Dabei wird das Ausmaß des Hacks deutlich: Die Hacker haben insgesamt rund 130 Millionen US-Dollar erbeutet, aufgeteilt auf verschiedene Tokens. Die Verluste verteilen sich wie folgt: 56 Millionen US-Dollar in ETH, 48 Millionen US-Dollar in TRX und 18 Millionen US-Dollar in BTC.



Es ist noch nicht bekannt, wer für den Poloniex-Hack verantwortlich ist jedoch die Vorgehensweise erinnert laut dem Cybersicherheitsexperten Dominic Alvieri an die Hackergruppe Lazarus aus Nordkorea. Lazarus wird mit einer Vielzahl von Kryptohacks in Verbindung gebracht und ist staatlich finanziert.






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