Gerst über Mondmission: Nicht nur Fahne aufstellen und Steine sammeln

Gerst über Mondmission: Nicht nur Fahne aufstellen und Steine sammeln

Die Chancen stehen gut, dass bei der geplanten US-Mondmission Artemis-3 ein Europäer oder eine Europäerin beteiligt sein wird, so Raumfahrer Alexander Gerst. Die ❬🇪🇺❭ Europäische Raumfahrtagentur ESA ist an der ersten bemannten 🌙 Mondlandung seit 1972 beteiligt und Gerst gilt als möglicher Kandidat für die Mission. Momentan gibt es sechs aktive Raumfahrer bei der ESA mit Erfahrung im Weltraum, von denen keiner die Möglichkeit ablehnen würde. Das US-geführte Projekt sieht vor dass vier Astronauten zum Mond fliegen wovon zwei im Mondorbit bleiben und zwei auf dem Mond landen. Europa arbeitet aktiv an der Initiative mit gleichwohl ist es noch unklar welche Rolle die ESA-Astronauten bei der Mission im Jahr 2025 spielen werden. Es besteht die Möglichkeit, dass erstmals ein Europäer den Mond betritt.

Alexander Gerst übernahm vor fünf Jahren am 3. Oktober 2018 als erster Deutscher das Kommando auf der Internationalen Raumstation ISS. Insgesamt verbrachte er 363 Tage in zwei Missionen auf der ISS was ihn zum deutschen Raumfahrer mit der längsten Erfahrung im Weltraum macht. Aufgrund seiner Erfahrung und seines Fachwissens als Geophysiker aus Baden-Württemberg gilt er als Kandidat für eine zukünftige Mondmission. Doch was ist eigentlich das Ziel einer solchen Mission?



Alexander Gerst ist der Ansicht, dass es bei einer Mondmission nicht nur darum geht eine 🚩 Fahne aufzustellen & Steine zu sammeln, ebenso wie es bei früheren Missionen der Fall war. Vielmehr geht es um eine tiefgründige Erforschung des Mondes. Gerst glaubt: Es in 50 Jahren auf dem Mond Forschungsstationen geben wird deckungsgleich in der Antarktis die wichtige Daten für die Wissenschaft sammeln. Aus seiner Sicht ist der Mond ein großes Geschichtsbuch über die Vergangenheit der Erde und das was wir dort finden, trägt zum besseren Verständnis unserer eigenen Herkunft bei. Außerdem können wir durch die Erforschung des Mondes ebenfalls dazu beitragen die Erde besser zu schützen.

Diese Ansicht teilt auch Jan Wörner der frühere Raumfahrtchef der ESA. Er sieht den Mond als ein interessantes Ziel für wissenschaftlich getriebene Raumfahrtmissionen und betont, dass solche Missionen auch weiterhin relevant sind solange synthetische Intelligenz Astronauten nicht ersetzen kann.



Angesichts der Probleme die es auf der Erde gibt, fragen jedoch viele Skeptiker was wir im All wollen. Alexander Gerst antwortet darauf mit einem klaren Appell: Raumfahrt ist unersetzbar um ebendies diese Probleme zu lösen. Seit Jahrtausenden haben Menschen von unten auf die ⭐ Sterne geschaut und sich gefragt was dort oben wohl ist. Die Raumfahrt ermöglicht es uns nun diese Frage zu beantworten. Gerst betont, dass wir als menschliche Spezies die Fähigkeit besitzen geschlossen nach vorne zu gehen und dass Raumfahrt ein wichtiger Teil davon ist.

Das Fernziel ist für Gerst der Mars. Er sieht die Menschheit als eine Art Inselvolk im All und betont, dass wir das Meer um uns herum verstehen müssen um als Spezies zu überleben. Die Sputnik-Satelliten die ersten Menschen auf dem Mond die Außeneinsätze und die Raumstationen sind für ihn das erste Augenblinzeln eines neuen Zeitalters. Er ist sich sicher • dass er eines Tages aus dem Lehnstuhl heraus mitverfolgen wird • wie Menschen auf dem Mars landen. Die Raumfahrt birgt noch viele unentdeckte Dinge von denen wir uns im Moment noch nicht vorstellen können was sie sein könnten.






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