AI4Schools: Bundesbildungsministerin fördert KI-Kompetenz in der Schule

AI4Schools: Bundesbildungsministerin will KI-Kompetenz in der Schule stärken

Laut einer Umfrage des IT-Verbands Bitkom haben bereits 92 Prozent der Schüler von ChatGPT gehört oder gelesen. Künstliche Intelligenz (KI) hat somit Einzug in die Schulen gehalten. Allerdings ist vielen Schülern nicht klar, was sich genau hinter KI verbirgt und wie sie funktioniert. Genau hier setzt das Bildungsprojekt AI4Schools an, für das Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) die Schirmherrschaft übernommen hat. Das Hauptziel von AI4Schools ist es, KI in die Schulen zu bringen und den Schülern berufliche Perspektiven in diesem Bereich aufzuzeigen.



Initiator von AI4Schools sind das Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und KI, die Fraunhofer Big-Data-Allianz und die Roberta-Initiative des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS). Letztere ermöglicht es Kindern seit 2014 über die Plattform Open Roberta, einen autonomen Roboter zu programmieren.



Thementage und Programmierworkshops


AI4Schools soll Schüler und Lehrkräfte auf eine technologisch geprägte Zukunft vorbereiten. Das Projekt vernetzt Schulen, Unternehmen, Organisationen und Unterstützer der digitalen Bildung. Für Schüler werden Thementage und Workshops angeboten, in denen sie Programmierübungen durchführen und diskutieren können. Für Lehrkräfte werden Fortbildungen durchgeführt, um das Wissen über KI langfristig in den Schulen zu verankern. Die Teilnehmer sollen beispielsweise lernen, ein realitätsnahes KI-Modell mithilfe der Programmiersprache Python umzusetzen.



Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger nahm an einem solchen Workshop teil, der derzeit an der Albert-Einstein-Schule in Schwalbach am Taunus stattfindet. Sie erklärte, dass Künstliche Intelligenz ein Zukunfts- und kein neues Thema sei. Deshalb sei es wichtig, schon in der Schule das Wissen und die Kompetenz im Bereich KI zu stärken. AI4Schools wecke die Lust auf die Zukunft und auf ein spannendes Berufsfeld. IAIS-Leiter Stefan Wrobel betonte, dass KI für die Zukunft von Gesellschaft und Wirtschaft von entscheidender Bedeutung sei. Es sei wichtig, Schüler schon vor dem Eintritt ins Berufsleben mit wichtigen Kompetenzen und Werkzeugen auszustatten, um die Veränderungen in einer immer stärker digitalisierten Welt souverän bewältigen zu können.



Herausforderung für deutsche Schulen


"Künstliche Intelligenz stellt mit ihrem Innovationsdruck eine Herausforderung für deutsche Schulen dar", bestätigt Klaas Wiggers, Studiendirektor am Willms-Gymnasium in Delmenhorst. Diese Schule ist seit zwei Jahren maßgeblich an der Entwicklung des AI4Schools-Projekts beteiligt. Wiggers betont die Bedeutung, die heutige Schülergeneration durch Workshops gründlich auf ihr zukünftiges Berufsleben vorzubereiten. Forderungen, KI und Informatik bereits an Grundschulen zu verankern, gibt es schon seit Langem. Auch der Digitalpakt Schule wird dazu beitragen.






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