Chandrayaan-3: Videos von Indiens Mondlandung, Auseinandersetzung über Namensgebung

Chandrayaan-3: Videos von Indiens Mondlandung, Streit über Namensgebung

Neue Einblicke in die erfolgreiche 🌙 Mondlandung von Vikram wurden durch die Veröffentlichung von Videos des Landeanflugs und Aufnahmen des Rovers Pragyan durch die Weltraumagentur Indiens, ISRO, gewährt. Eines der Videos zeigt die Mondoberfläche während die Mondsonde Vikram landet während die anderen beiden Videos Pragyan zeigen, ebenso wie er vom Lander Vikram abrollt und sich auf der Oberfläche dreht. Währenddessen hat Premierminister Narendra Modi mit seiner Ankündigung. Dass Landestelle von Vikram nach zwei hinduistischen Gottheiten den Namen "Shiv Shakti" tragen wird, für politischen Streit gesorgt. Die ISRO hat jedoch darauf hingewiesen, dass dies zu einer Kontroverse führen könnte.



Erfolgreiche Mondlandung und umstrittene Namensgebung


Die Landung von Vikram auf dem Mond erfolgte pünktlich am vergangenen Mittwoch um 14:34 ⌚ Uhr MESZ. Bei der vorherigen Mission Chandrayaan-2 im Jahr 2020 scheiterte die unbemannte Mondlandung jedoch die Verantwortlichen weigerten sich, dies als Misserfolg anzuerkennen. Bei der aktuellen Mission wurden sowie der Lander als ebenfalls der Rover nach dem Gründer des indischen Raumfahrtprogramms Vikram Sarabhai und den Sanskrit-Begriffen für "Wagemut" und "Weisheit" benannt. Die ISRO hat nun auch erste Messdaten veröffentlicht die Vikram auf dem Mond gesammelt hat. Laut einem ISRO-Forscher sind die 🌡️ Temperaturen auf und unter der Oberfläche "überraschend" deutlich höher als erwartet.



Während die Mission bisher erfolgreich verläuft und bereits zwei von drei Zielen erreicht wurden, sorgt die Namensgebung für Streit. Premierminister Modi hat bei einem Besuch im Kontrollzentrum die Landestelle nach hinduistischen Gottheiten benannt was von der oppositionellen Kongresspartei kritisiert wird. Bei der Mission Chandrayaan-1 im Jahr 2008 wie ein Gerät der Mondsonde wie geplant auf dem Mond abstürzte, wurde die Absturzstelle nach Jawaharlal Nehru benannt der 16 Jahre lang das Land regierte und der Kongresspartei angehörte. Der Ort, an dem der Mondlander von Chandrayaan-2 unplanmäßig abstürzte, wurde von Modi nun Tiranga Point genannt, darauffolgend dem Hindi-Wort für die Nationalflagge Indiens.



Politische Kontroverse um die Namensgebung


Der Streit um die Namensgebung des dritten Ortes auf dem Mond der mit den Chandrayaan-Missionen verbunden ist, spiegelt die politischen Auseinandersetzungen wider. Modis hindunationalistische Partei BJP betrachtet Indiens Kultur als ausschließlich hinduistisch und zielt darauf ab, andere Religionen zurückzudrängen. Die Namensgebung der Landestelle wurde in diesem Zusammenhang als ein weiterer Schritt in diese Richtung gesehen • und im Parlament kam es zu einem heftigen Schlagabtausch • wie Medienberichte berichten. Der Chef der ISRO betonte jedoch, dass es das Recht des Premierministers sei solche Namen zu vergeben und dass es nichts Falsches an den beiden Bezeichnungen gibt. Abgesehen von den drei Orten sind auf dem Mond viele weitere Orte nach indischen Begriffen benannt.






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