Epic ermöglicht es Entwicklern von exklusiven Spielen, alle Einnahmen zu behalten

Epic lässt Entwickler von Exklusiv-Spielen alle Einnahmen behalten

Mit dem neuen "First Run"-Programm möchte Epic mehr Entwicklerstudios dazu motivieren, ihre Spiele vorübergehend exklusiv im Epic Games Store anzubieten. Im Rahmen dieses Programms können Entwickler sechs Monate lang alle Einnahmen ihres Titels behalten, solange sie ihr Spiel ausschließlich im Epic Games Store vertreiben. Während der Spielemesse Gamescom hat Epic das Programm in der vergangenen Woche angekündigt.



Normalerweise müssen Entwicklerstudios einen bestimmten Prozentsatz ihrer Einnahmen an die Vertriebsplattformen abgeben. Bei Steam beträgt dieser in der Regel bis zu 30 Prozent, bei Epic Games üblicherweise 12 Prozent. Wenn sie am "First Run"-Programm teilnehmen, behalten sie hingegen 100 Prozent der Einnahmen. Allerdings müssen sie für einen Zeitraum von einem halben Jahr auf einen Launch auf alternativen Plattformen wie Steam verzichten.



Allerdings gibt es eine Ausnahme: In ihrem eigenen Store dürfen Entwickler ihre Titel auch im ersten Halbjahr ohne Einschränkungen anbieten, wie Epic Games erklärt. Nach Ablauf des Halbjahres dürfen die Entwicklerstudios ihre Titel dann auch auf Steam und anderen Vertriebsplattformen anbieten. Nach dem "First Run"-Zeitraum fallen dann auch im Epic Games Store 12 Prozent Provision an.



Das "First Run"-Programm und das Self-Publishing


Der Erfolg des Epic Games Store basiert auf verschiedenen Säulen, darunter kostenlose Spiele, exklusive Titel und niedrigere Gebühren für Entwickler. Das "First Run"-Programm vereint zwei dieser Säulen und passt damit gut in die Strategie von Epic. Es ist wahrscheinlich, dass sich das Programm eher an kleinere Entwicklerstudios richtet. Mit größeren Entwicklern könnte Epic weiterhin individuelle Vereinbarungen treffen, um sie exklusiv zum Epic Games Store zu bringen.



Bereits im Frühjahr hat Epic Games sein Self-Publishing-Programm erweitert. Auch für kleine Studios und Entwickler von Free2Play-Titeln ist der Store finanziell attraktiv: Wer im Epic Games Store Mikrotransaktionen anbietet, kann im Gegensatz zu Steam bereits seine eigene Bezahlmethode verwenden. Studios können also 100 Prozent der Einnahmen behalten, die durch Mikrotransaktionen, Season Passes und Lootboxen generiert werden. Bei Steam fallen auch auf diese Transaktionen bis zu 30 Prozent Gebühren an.






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