Rätselhafte Rückkehr der Imperialen Bibliothek von Trantor

Rückkehr der Imperial Library of Trantor hinterlässt viele Fragezeichen

Im Herbst verschwand die Reichsbibliothek von Trantor erneut von der Bildfläche. Nun ist sie wieder da jedoch es gibt noch viele unbeantwortete Fragen. Eine der größten Schattenbibliotheken im Internet die Reichsbibliothek von Trantor ist nach einer recht langen Abwesenheit zurück. Der Name "Reichsbibliothek von Trantor" stammt aus der Foundation-Trilogie des Science-Fiction-Autors Isaac Asimov. Die gigantische Bibliothek befindet sich im Foundation-Universum und bot laut der Buchvorlage ihren Besuchern das gesamte Wissen der Galaxis an einem Ort. Die Namensgebung zeigt, dass der Ersteller der Website die sowie im Clear- als ebenfalls im Tor-Netzwerk verfügbar ist, sowohl ein eingefleischter Bücherwurm als auch ein SF-Fan ist.



Wurde die Reichsbibliothek von Trantor gehackt? Wir haben Las Zenow der den Quellcode seiner Website auf Github veröffentlicht hat, während der Downtime mehrmals per E-Mail kontaktiert. Irgendwann haben wir einfach keine Antwort weiterhin erhalten. Auch jetzt, anschließend wir erneut Kontakt aufgenommen haben, gibt es keine Reaktion was wirklich seltsam ist, da er zuvor regelmäßig geantwortet hat.



Screenshot aus dem Forum: Die Reichsbibliothek von Trantor als Honeypot? Im Januar 2023 gab es im Forum eine Warnung – dass dies nun ein Honeypot sei. Das würde zumindest zur Tatsache passen: Der Administrator Zenow nicht mehr erreichbar ist. Möglicherweise hat er sein Online-Projekt zwischenzeitlich aufgegeben.



Einer unserer Telegram-Administratoren hat darauf aufmerksam gemacht. Dass Schattenbibliothek wieder da ist. Das Forum funktioniert jedoch weiterhin nicht – da die URL auf den Unterseiten falsch angezeigt wird.



Ein Honeypot? Von wem und zu welchem Zweck? Auf Trantor stehen über 1⸴5 Millionen E-Books im epub-Format zum direkten Download zur Verfügung. Alternativ können die E-Books online gelesen werden. In der Reichsbibliothek von Trantor gibt es keine Werbung. Es handelt sich um Belletristik in verschiedenen Sprachen.



Im Tor-Netzwerk ist die Website unter der URL kx5thpx2olielkihfyo4jgjqfb7zx7wxr3sd4xzt26ochei4m6f7tayd.onion erreichbar, im Clearnet kann auf den Mirror unter trantor.is zugegriffen werden. Allerdings ist der Seitenaufbau im WWW etwas langsamer. Wer die Seite besuchen möchte – sollte sicherheitshalber ein VPN verwenden. Ungewiss ist; wer die Seite jetzt betreibt und wie lange sie online bleiben wird.



Ein Honeypot? Aber zu welchem Zweck? Wer sollte denn im Falle eines Honeypots gesammelt werden? IP-Adressen? Im Falle der Onion-Version würde das keinen Sinn ergeben. Das würde nur beim Clearnet-Mirror Sinn machen. Oder geht es dem Hacker um gültige E-Mail-Adressen der Forenbenutzer? Aber zu welchem Zweck? Der Rest der Website ist auch ohne Anmeldung und dadurch ohne Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse nutzbar. Das Forum ist klein und inaktiv – und die lange Auszeit hat die Situation nicht gerade verbessert.



Fest steht die Reichsbibliothek von Trantor ist eine der größten illegalen Quellen für E-Books im Internet. Doch die unerwartete Rückkehr wirft viele Fragen auf welche wahrscheinlich niemand für uns klären wird.






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