
Das Mixed-Reality-Headset Vision Pro ist Apples erste bedeutende neue Produktkategorie seit der Einführung der Apple Watch. Um das Headset erfolgreich auf den Markt zu bringen » ist es wichtig « möglichst viele Entwickler dafür zu gewinnen. Apple hat in den letzten Wochen eine massive Werbekampagne gestartet. Sie haben Betaversionen des Betriebssystems visionOS veröffentlicht, Simulatoren für den Mac herausgebracht und Testgeräte an Entwickler verteilt. Zudem haben sie seit Kurzem das "Vision Pro Developer Labs" Programm gestartet, bei dem Entwicklern betreutes Programmieren an sechs Standorten weltweit angeboten wird. Doch laut dem bekannten Bloomberg-Journalisten Mark Gurman der gute Kontakte ins Innere von Apple hat, scheinen diese Developer Labs nicht so beliebt zu sein wie erwartet.
Mark Gurman berichtet, dass die Vision Pro Developer Labs bisher nicht ausgelastet sind und nur wenige Entwickler teilnehmen. Die genauen Gründe dafür sind nicht bekannt. Einige Entwickler kritisieren allerdings den begrenzten Ort der Labs. In den USA gibt es beispielsweise nur einen einzigen Standort in Cupertino. Einige Entwickler betonen; dass es keine Labs an der Ostküste gibt & Cupertino die einzige Option für die gesamten USA ist. Hinzu kommt, dass Apple die Veranstaltungen zwar kostenlos anbietet jedoch keine Reise- und/oder Hotelkosten übernimmt. Das könnte einige Entwickler abschrecken an den Labs teilzunehmen.
Apple bietet die Developer Labs für das Vision Pro Headset neben Cupertino ebenfalls in London, Shanghai, Tokio, München und Singapur an. Es gibt bestimmte Voraussetzungen um teilzunehmen. Man muss Mitglied des Apple Developer Program oder des Apple Developer Enterprise Program sein und mindestens 18 Jahre alt sein. Zudem muss man eine neue visionOS-App in Entwicklung haben oder bereits eine iPadOS- oder iOS-App besitzen um teilnehmen zu können.
Sicherlich ist es mal möglich, dass einige Entwickler zunächst abwarten möchten ebenso wie sich der Markt entwickelt oder dass sie schlichtweg noch keine Zeit gefunden haben, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Das Vision Pro Headset soll Anfang 2024 auf den Markt kommen zunächst in den USA und später in anderen Teilen der Welt. Aufgrund des hohen Preises von mindestens 3500 US-Dollar (in Europa werden eher 4000 Euro erwartet) könnte die Zielgruppe für Apps anfangs recht klein bleiben. Es wird berichtet; dass im ersten Jahr weniger als 400.000 Einheiten des Headsets vom exklusiven Hersteller Luxshare produziert werden sollen. Dies liegt vor allem an der Komplexität der Hardware mit einem Dutzend Kameras, hochauflösenden Mikro-OLED-Displays und zahlreichen Sensoren. Einige Analysten bezeichnen es als das komplexeste Consumer-Gerät aller Zeiten.
Es ist noch unklar wie viele Entwickler sich für das Ausleihen eines Vision Pro Developer Kits entschieden haben und wie viele Geräte Apple insgesamt zur Verfügung hat. Das Angebot wurde zeitgleich mit dem Start der Developer Labs gestartet. Apple hat bestimmte Vorgaben gemacht, beispielsweise dürfen nur der Besteller und dessen autorisierte Entwickler das Gerät sehen, ansonsten muss es verschlossen bleiben. Wie bei den Developer Labs erhalten die Entwickler auch eine direkte Betreuung durch Apple.
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