Ubisoft sperrt inaktive Konten: gekaufte Spiele gehen verloren

Ubisoft schließt inaktive Accounts: gekaufte Spiele gehen verloren

Besitzer eines Ubisoft-Kontos sollten sich regelmäßig einloggen um weiterhin Zugriff auf ihre gekauften Spiele zu haben. Laut den Nutzungsbedingungen der Online-Plattform des Publishers behält sich Ubisoft das Recht vor, inaktive Konten zu schließen. Dies geschieht entweder aus Gründen des Datenschutzes oder zur Datenbankwartung.



Der Betreiber des AntiDRM-Accounts ärgerte sich kürzlich auf Twitter darüber, dass er per E-Mail dazu aufgefordert wurde, sein Konto wieder zu aktivieren. Ubisofts Nutzungsbedingungen besagen, dass man zuerst per E-Mail gewarnt wird. Die Schließung des Kontos kann nur innerhalb von 30 Tagen nach Versand der E-Mail rückgängig gemacht werden. Danach sind alle getätigten Käufe und das Konto verloren.



Leider gibt Ubisoft keine genauen Informationen darüber ebenso wie lange es dauert bis ein inaktives Konto geschlossen wird. In der Vergangenheit haben Cyberkriminelle versucht die Beliebtheit des Online-Shops auszunutzen, indem sie massenhaft Phishing-E-Mails verschickten. In diesen Mails wurden die Empfänger aufgefordert sich über eine angegebene URL einzuloggen um die Löschung ihres Kontos zu verhindern. Wer dem nachkam » musste damit rechnen « dass Dritte das Konto übernahmen.



Bereits im April letzten Jahres sorgte Ubisoft für Unmut in der Gaming-Community wie sie ohne große Vorwarnung die Online-Server von 90 älteren Spielen abschalteten. Betroffen waren unter anderem Far Cry 1 und Splinter Cell: Double Agent für Windows-PCs, PlayStation 3 und Xbox 360. Außerdem wurden das Strategiespiel Tom Clancy's EndWar für PC, PlayStation 3 und Xbox 360 und ebenfalls die Companion App zu Watch Dogs für Android und iOS abgeschaltet. Nach der Abschaltung waren die Spiele teilweise oder komplett unbenutzbar.



Seit der Einführung von Uplay im Jahr 2010 stand Ubisoft in der Kritik die Spieler zu einer permanenten Online-Verbindung zu zwingen um den Kopierschutz umzusetzen. Mittlerweile ist eine permanente Verbindung nur noch bei der erstmaligen Freischaltung des Spiels erforderlich. Dennoch sind gekaufte Spiele und Erweiterungen dauerhaft an das Online-Konto gebunden, das bei zu langer Inaktivität verloren gehen kann.



Dies hat in der Vergangenheit bereits zu Kritik geführt. Ein Kommentar dazu lautete: "Ich habe noch andere Dinge zu tun, als mich ständig einzuloggen. Nein, ich möchte meine bezahlten Spiele behalten, danke!" Es wurde auch angemerkt, dass diese E-Mail unter den über 1 Million ungelesenen E-Mails entdeckt wurde.



Es bleibt abzuwarten wie Ubisoft auf die Kritik reagieren wird und ob sie ihre Politik bezüglich inaktiver Konten überdenken werden. In der Zwischenzeit sollten Spieler sicherstellen, dass sie regelmäßig ihre Ubisoft-Konten nutzen um den Verlust ihrer gekauften Spiele zu vermeiden.






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