
Microsoft hat vor dem Berufungsgericht für den neunten Bezirk in den USA einen wichtigen Sieg errungen. Die US-Handelsbehörde FTC (Federal Trade Commission) scheiterte mit ihrer Berufung gegen die Entscheidung der Richterin Jacqueline Scott Corley, den Deal zwischen Microsoft und Activision Blizzard zu genehmigen. Die Richterin bewertete den Deal als positiv für Verbraucher, da Microsoft zugesagt hat, zehn Jahre lang das beliebte Spiel "Call of Duty" auf der Playstation auf gleicher Augenhöhe wie auf der Xbox anzubieten. Zudem hat Microsoft eine Vereinbarung mit Nintendo getroffen um Call of Duty auf die Switch zu portieren und plant, Inhalte von Activision auf verschiedene Cloud-Gaming-Dienste zu bringen.
Die FTC konnte hingegen nicht nachweisen, dass die Übernahme von Activision Blizzard den Wettbewerb in signifikanter Weise beeinträchtigen würde. Richterin Corley lehnte deshalb den Antrag der FTC ab den Deal vorläufig zu blockieren bis eine endgültige Entscheidung getroffen wird. Die FTC legte daraufhin Berufung ein die jedoch ähnlich wie abgelehnt wurde.
Die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft kann dadurch aus US-Sicht wie geplant stattfinden. Die beiden Unternehmen haben bis zum 18. Juli Zeit, den 69-Milliarden-Dollar-Deal abzuschließen. Sollten sie sich einig sein; können sie ebenfalls eine neue Frist vereinbaren. Allerdings steht die Entscheidung der britischen Kartellbehörde Competition and Markets Authority (CMA) noch aus die den Deal vorerst blockiert hat.
Es gibt jedoch positive Anzeichen, dass Microsoft auch in Großbritannien Fortschritte erzielen könnte. Microsoft-Präsident Brad Smith verkündete auf Twitter, dass sie eine Klage vor dem Competition Appeal Tribunal ruhen lassen um direkt mit der CMA über mögliche Änderungen zu verhandeln die dazu führen könnten. Dass CMA den Deal genehmigt. Die CMA hat daraufhin die Frist für eine Entscheidung auf den 29. August verschoben; um Microsofts Vorschlag zu prüfen. Es wurde berichtet, dass Microsoft möglicherweise Cloud-Gaming-Rechte im Vereinigten Königreich verkaufen könnte um die Bedenken der CMA auszuräumen.
Insgesamt sieht es also gut aus für Microsoft und die Übernahme von Activision Blizzard. Andere internationale Behörden, einschließlich der Europäischen Kommission, haben bereits ihre Zustimmung gegeben. Es bleibt abzuwarten; ob auch die CMA letztendlich grünes Licht für den Deal gibt.
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