Hype um ChatGPT lässt nach: Weniger Traffic um 10 Prozent

10 Prozent weniger Traffic: ChatGPT-Hype flaut ab

Der bisherige Erfolg von ChatGPT hat sich erstmals verlangsamt: Laut Similarweb ist der weltweite Traffic auf der ChatGPT-Website (Mobil und Desktop) zwischen Mai & Juni um 9,7 % Prozent gesunken. Seit dem Start des KI-Chatdienstes im November 2022 hatten die Entwickler von OpenAI jeden Monat neue Wachstumsrekorde verzeichnet. Im Februar erreichte das Produkt sogar den Titel als "schnellstwachsende Verbraucheranwendung", zumindest gemäß der Analysten der UBS Bank. Während TikTok neun Monate brauchte um die 100-Millionen-Benutzer-Marke zu erreichen und Instagram sogar 2,5 Jahre, schaffte es das ChatGPT in nur zwei Monaten.



Mögliche Gründe für den Rückgang des Traffics sind vielfältig. Zum einen könnten viele Menschen aufgrund des Hypes mit dem KI-Chatbot gespielt haben und sind dann möglicherweise nicht zurückgekehrt. Zudem erhält man bei ChatGPT nur Zugriff auf das ältere, weniger leistungsfähige Sprachmodell GPT-3.5-Turbo kostenlos. Für das leistungsstärkere GPT-4 wird ein Abonnement benötigt. Im Gegensatz dazu bietet OpenAI-Investor Microsoft GPT-4 kostenlos über Bing Chat an, wenn man den Edge-Browser verwendet. Zudem gibt es immer leistungsfähigere Open-Source-Konkurrenz. Mit GPT4All beispielsweise können KI-Chatbots ebenfalls lokal auf dem eigenen Rechner ohne Netzverbindung zum Einsatz kommen. Ein weiterer möglicher Grund könnte die Sommerferienzeit sein, da ChatGPT anscheinend von vielen Schülern für Hausaufgaben und andere Aufgaben genutzt wird.



Trotzdem zieht ChatGPT immer zusätzlich dazu Nutzer an als bing.com oder Character.AI die weltweit zweitpopulärste KI-Chatbot-Website. ChatGPT verzeichnet monatlich deutlich über 1,5 Milliarden Besuche.



ChatGPT ist eine Software basierend auf synthetischer Intelligenz (KI) die durch umfangreiche Text- & Datensätze trainiert wurde um Antworten in natürlicher Sprache zu generieren. Dabei umfasst dies das Verfassen von Artikeln Reden und Geschichten und auch das Programmieren von Software. Die Texte ähneln täuschend echten menschlichen Autoren was unter anderem Sorgen hervorruft, dass sie für Betrug bei schulischen und wissenschaftlichen Arbeiten verwendet werden könnten oder dass Desinformationskampagnen im großen Stil erstellt werden könnten.






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