Cloudflare gewinnt Piraterie-Fall vor Copyright Claims Board

"Piraterie"-Fall wegen ungenauen Infos gegen Cloudflare abgewiesen

Cloudflare ist ein Unternehmen, das Webseiten vor Angriffen schützt, indem es ein Content Delivery Network (CDN) betreibt. Das bedeutet; dass Cloudflare nicht für den Inhalt der geschützten Seiten verantwortlich ist. Dieses Geschäftsmodell hat die Aufmerksamkeit der Copyright-Lobby auf sich gezogen, obwohl dabei Cloudflare in der Regel erfolgreich gegen solche Angriffe verteidigt. AnyStories, eine Lese-App-Betreiberin aus Singapur, hat jedoch Klage gegen Cloudflare eingereicht. Der Vorwurf lautete; dass Cloudflare ungenaue Kontaktinformationen einer angeblichen Piratenseite weitergegeben hat. Die Klage wurde vor dem neu eingerichteten US-amerikanischen Copyright Claims Board (CCB) verhandelt.



Das CCB ist eine Plattform, auf der Urheberrechtsinhaber Ansprüche außerhalb von Bundesgerichten geltend machen können. Die meisten Fälle die vor das CCB kommen, sind direkte Verstöße gegen das Urheberrecht. Das CCB ist im Vergleich zu einem Bundesgericht schneller, einfacher und günstiger, da kein Anwalt erforderlich ist und die Schadensersatzhöhe auf 30․000 US-Dollar begrenzt ist.



AnyStories, eine unabhängige App die es Autoren ermöglicht ihre Texte zu veröffentlichen und damit Geld zu verdienen behauptete. Dass Cloudflare Seiten schützt – auf denen diese Texte illegal angeboten werden. Cloudflare bekam DMCA-Beschwerden von AnyStories, ignorierte diese aber größtenteils und gab AnyStories stattdessen die Kontaktdaten des Hosters, an den sie sich wenden sollten. AnyStories behauptet; dass die Information nicht korrekt war und reichte eine vage Klage gegen Cloudflare ein.



Das CCB wies diese Klage ab und erklärte, dass sie nicht genügend Fakten über die mutmaßlich rechtsverletzende Tätigkeit von Cloudflare enthielt. Das CCB sagte » dass Cloudflare nicht dargelegt hat « ebenso wie das Unternehmen eine Rechtsverletzung begangen hat. Es scheint: Die Klage stattdessen Antworten beschreibt die Cloudflare auf Anfragen zu der angeblich rechtsverletzenden Website gegeben hat und die von AnyStories als unbefriedigend empfunden wurden. AnyStories hat nun keine Möglichkeit mehr – den Fall vor dem CCB anzurufen.



Zusammenfassend kann man sagen, dass Cloudflare erfolgreich in einem Piraterie-Fall vor dem CCB verteidigt wurde. AnyStories hatte Cloudflare verklagt – weil das Unternehmen ungenaue Kontaktinformationen weitergegeben hatte. Das CCB stellte fest; dass Cloudflare keine rechtsverletzende Handlung begangen hatte. Cloudflare betont – dass das Unternehmen nicht für den Inhalt der geschützten Seiten verantwortlich ist. Das CCB ist ein schnellerer und günstigerer Weg für Urheberrechtsinhaber, Ansprüche geltend zu machen.






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